Nachdem ich “Schnee” relativ zügig abschließen konnte, kommt nun ein etwas schwierigeres Werk auf mich zu. Es handelt sich dabei um meinen vorerst letzten Kurzfilm im alten Stil, der “Notiz” heißen und sich mit dem Absturz eines gewaltbereiten Jugendlichen und der damit einhergehenden Veränderung in seinem Kopf beschäftigen wird. Ich möchte noch nicht so viel darüber verraten, da ich große Erwartungen in den Film setze und dort mein gesamtes Filmwissen einbringen werde. Vielmehr möchte ich jetzt über die anstehenden Veränderungen in meinen Filmen sprechen.
Wenn ich über die Entstehung meiner Werke nachdenke, ist mir seit meinem ersten Kurzfilm, “Wohin?”, stets eine Sache im Gedächtnis geblieben: Ich möchte Filme machen, weil es mir Spaß macht und nicht weil es meine Aufgabe ist. Selbst wenn ich heute versuche, mich im Medienbereich zu professionalisieren, so geht mir dieser Gedanke nicht aus dem Kopf. Mir gefallen Dreharbeiten, Schnitt und Nachbearbeitung. Der ganze Bereich ist so vielseitig, dass ich niemals aus dem Lernen herauskommen werde, und jeder meiner Filme hat mir in dieser Hinsicht auf die eine oder andere Art etwas beigebracht. Doch es kommt die Zeit, ab der man mit der gewohnten Herangehensweise nicht mehr so vorankommt, wie man sich das vorstellt. Man möchte neue Dinge ausprobieren. Ich möchte mich weiterentwickeln.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, vom bisherigen Muster meiner Filme abzuweichen. Neuerdings möchte ich mich demnach stärker auf Dialoge und Konflikte konzentrieren. Ich möchte anstatt der Atmosphäre vielmehr die einzelnen Charaktere und ihre Entwicklung in den Mittelpunkt rücken. Vor allem aber möchte ich, dass die inhaltlichen Aspekte eines Filmes in den Vordergrund treten, damit ich die Botschaft des Filmes besser vermitteln und meinen Umgang mit den Schauspielern trainieren kann. Das ist mein Ziel. Und ihr merkt sicherlich schon, dass das genau auch die Punkte sind, die im neuen Film eine wichtige Rolle spielen werden. “Notiz” verknüpft dabei sowohl Elemente des alten atmosphärischen Stils, als auch Elemente des neuen dialoglastigen Stils, um somit den Übergang zwischen den beiden etwas zu erleichtern. Wenn alles gut läuft, dann wird “Notiz” ein Prototyp für meine folgenden Filme, aber auch wenn es nicht so gut laufen sollte, ist das für mich kein Rückschlag. Schlussendlich ist der Film erst der Beginn eines neuen Weges und damit vor allem neuer Herausforderungen.
Gefällt mir.
“…da ich große Erwartungen in den Film setze…”
-> Nicht das du enttäuscht wirst. Schlielich soll es dir Spaß machen.
Hey, ich habe Celles Corner gedreht, ich bin Enttäuschungen gewohnt.
[...] der Arbeit an "Notiz" und der Rekapitulation meiner bisherigen Filme ist mir eine Sache besonders deutlich geworden: Die [...]
Gute Idee. So wird der Film auch zuschauerfreundlicher.