Zukunft

Xesier

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Ich stell nur Fragen…

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Ich bin leicht verwirrt, denn ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich auf mich hören sollte. Ich kann mir selbst keinen Glauben mehr schenken, da ich nicht weiß, was ich möchte. Doch selbst, wenn ich das Wissen besitzen würde, wäre immer noch nicht geklärt, auf was in mir ich hören sollte. Auf meinen Verstand oder auf meine Gefühle und Emotionen? Was hat mehr Bedeutung? Muss ich das für mich selbst herausfinden oder ist es von Situation zu Situation unterschiedlich?

In Psychologie haben wir einmal die drei Instanzen genauer unter die Lupe genommen. Es wird davon ausgegangen, dass sich in jedem Menschen drei konkurrierenden Ebenen (Über-Ich, Ich, Es) befinden. Dabei ist das Über-Ich alles, was mit Normen, Gesetze und Moral zu tun hat. Dem gegenüber steht das Es, welches unsere versteckten Wünsche, Bedürfnisse und Triebe ausdrückt. Und das Ich befindet sich zwischen den beiden, wird von diesen beeinflusst und hat die bemitleidenswerte Aufgabe zwischen ihnen zu vermitteln.

Ich bin ein Mensch, der glaubt einen Körper zu besitzen, bin aber gleichzeitig nur Teil von ihm. Wie kann ich an etwas Besitzansprüche stellen, wenn ich selbst nur ein Teil des Zu-Besitzendem bin? Ich, als ein denkendes und fühlendes Individuum, habe eigenen Interessen und Wertvorstellungen. Gleichzeitig lebe ich mit anderen meiner Art in einer Gesellschaft, welche ebenfalls eigene Interessen und Wertvorstellungen hat. Aber was ist, wenn meine Wünsche und Bedürfnisse, die der Gesellschaft widersprechen? Soll ich jetzt versuchen meine eigenen Interessen zu verfolgen oder die der Gesellschaft? Ich selbst bin ein kleiner Teil einer Gesellschaft und die Gesellschaft ist ein Teil von mir. Beide Seiten profitieren voneinander. Der große Unterschied dabei ist, dass die Gesellschaft ohne Weiteres auf mich als Einzelperson verzichten kann, doch ich hingegen bekomme arge Probleme, wenn ich mich entschließe, auf diese zu verzichten. Sollte ich nun auf mein Über-Ich hören oder auf mein Es? Da beide Seiten zu mir als Person gehören und mich zu dem gemacht haben, was ich bin, kann ich mich wohl nie komplett für eine Seite entscheiden.

Ich bin eine Einheit aus vielem und erst alles in mir macht mich zu meinem ich. Jeder Mensch hat eine eigene Erziehnung und eine eigene Erfahrung, die ihn zu dem Menschen gemacht haben, der er ist. Ist man als alter Mensch noch der Mensch der man als junger war? Sieht man, wenn man in die Vergangenheit schaut sich selbst oder einen fremden Menschen? Hat man andere Ziele, sieht man die Welt mit einen anderen Blick und wenn ja, woher weiß ich in jungen Jahren, was ich später möchte und wie kann ich darauf hinarbeiten oder ist das irrelevant, da ich mich mit den Aufgaben und Zielen, die ich mir setze, mich selbst weiterentwickle und so quasi der Weg das Ziel ist?

2 Kommentare

  1. Wenn ich den Artikel so lese (übrigens ein sehr guter, wie ich finde), denke ich, dass du ihn mit deinem Ich geschrieben hast. Also dem Vermittler-Ich. Und genau deswegen denke ich, du wirst den richtigen Weg finden, weil ich denke, dass stärkt dein Ich und die Fähigkeit, den Mittelweg zu finden.

  2. Wieso entstehen Probleme beim Verzicht auf die Gesellschaft?
    Funktioniert es für Dein Ich mit Psychologie nicht, dann ist das doch in Ordnung. Es gibt etliche andere Wege. Der mir dienliche Weg ist der Weg des Zen. Wird realisiert, dass das Ich nur ein Gedanke ist, dann führt das dazu, dass es keinen Suchenden mehr gibt oder in deinem Fall keinen, der sich weiterentwickeln oder was auch immer will.

    Seiende Grüße =)

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