Wie viele Atome existieren im Universum? – Was? Nein. Bitte gebt mir eine Chance, bevor ich euch an einen anderen Teil des Internets verliere. Das wird ernsthaft voll toll hier, und ihr werdet euer Leben auf eine völlig neue Weise sehen. Versprochen. Ja, ich weiß, es erscheint euch im ersten Moment schwer vorstellbar, dass eine solche Frage euer Leben in überhaupt irgendeiner Art berühren könnte. Aber echt, es steckt wesentlich mehr in ihr, als man das äußerlich von ihr erwarten würde. Nun gut, so unfassbar ist sie dann doch nicht unbedingt, aber sie steht auf jeden Fall schon einmal exemplarisch für eine Reihe von Fragen, die man sich manchmal stellt, aber bei denen man nicht so richtig weiß, was man mit ihnen anfangen soll: Ich rede natürlich von philosophischen Fragen und ihrer (wirklichen) Bedeutung für euer Leben.
Ich bin der Überzeugung, dass jeder Mensch philosophieren sollte. Doch Menschen philosophieren nicht gern. Gar nicht gern. Das fängt schon damit an, dass sie das Wort nicht mögen. Sie verbinden es mit Bärte tragenden alten Männern, die auf tabakbelasteten Sesseln in den Hinterstübchen von Bibliotheken über das Leben, das Universum sowie den ganzen Rest palavern und dabei nie zu einem für alle Seiten befriedigenden oder wenigstens verständlichen Abschluss kommen. Ja, genau. Ihr denkt gerade auch an Marx oder Kant oder Hegel, oder? Natürlich. Was wollen diese alten Menschen von mir, und warum sollte ich ihnen auch nur einen Moment lang zuhören? Es scheint eben so sinnlos, sich über Philosophie den Kopf zu zerbrechen. Für ein paar Minuten mag es ja noch Spaß machen, aber dann geht das Leben weiter. Fische müssen ausgeweidet werdet, Geld muss verdient werden.
Denn sind wir doch mal ehrlich: Was hilft es mir in meinem Alltag zu wissen, wie sich ein Leviathan-schreibender Thomas Hobbes den Absolutismus vorstellt? Oder dass Platons Politeia die Voraussetzung für ein umfangreiches Verständnis der Gerechtigkeit und dessen Umsetzung in einem Staatssystem ist? Ihr habt Recht. Dieses Wissen ist tatsächlich sehr speziell und unterstützt euch höchstens bei einer hermetischen Was-wäre-wenn?-Politik-Diskussion mit euren coolen Philosophie- und Politikstudenten-Mitbewohnern. Doch Philosophie kann noch so viel mehr. Es geht nicht sofort darum, komplexe Abhandlungen zu verstehen oder noch unwahrscheinlicher sie anzuwenden. Es geht darum, Philosophie in euer Leben zu lassen und mit ihr Spaß zu haben. (weiterlesen)
Ich habe mich lange Zeit gefragt, wie ich nach solch einer Durststrecke, Xesier wieder etwas Frische einhauchen könnte und bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich dafür am besten alle Autoren entlasten und den Lesern nur noch Artikel vorsetzen möchte, bei denen sie auch wirklich Lust haben, sie zu lesen. Um das zu verwirklichen, habe ich mir überlegt, was Xesier ausmacht, und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sehr von den Menschen und ihren Diskussionen beeinflusst wird. Also: Weg von einem typischen Verlinkungsblog, hin zu einem Blog mit stärkerer Persönlichkeit.
Ich habe weiterhin überlegt, wie ich die Autoren dazu bringen kann, häufiger in Kontakt miteinander zu treten und sich gegenseitig bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Ihnen soll es schließlich Spaß machen, sich auszudrücken und Beiträge zu schreiben. Deshalb fiel mein Hauptaugenmerk auf den Schreib- und Veröffentlichungsprozess. Neben der Themenfindung besteht ein großes Problem darin, die Autoren davon zu überzeugen, dass das, was sie schreiben, von anderen gelesen und akzeptiert werden wird. Das scheint zwar so selbstverständlich, aber es demotiviert, wenn man es nicht genau weiß. Wenn aber dieses Vertrauen erst einmal aufgebaut ist, wird es einfacher, sich beim Schreiben schnell zurechtzufinden, und es wird auch einfacher, etwas zu finden, worüber man schreiben möchte. Das ist der große Vorteil.
Unter diesen Voraussetzungen möchte ich ein neues System einführen, das hoffentlich dabei behilflich sein wird, die gesteckten Ziele zu erreichen. Dazu wird ab sofort jede Woche nur noch ein Artikel am Sonntag veröffentlicht werden. Diese Artikel werden jedoch von jeweils zwei Mitgliedern bearbeitet, wobei es den eigentlichen Autoren des Textes geben wird und eine Person, die den Text noch einmal sachlich und grammatisch überarbeiten wird. Das soll die einzelnen Schreiber entlasten. Gastartikel bleiben davon jedoch unberührt. Sie erscheinen zwar auch zeitlich gebunden, aber werden nicht noch einmal zusätzlich auf diese Weise überprüft. Die Termine für die Veröffentlichungen werden von den Autoren vorher selbst bestimmt, sodass sich jeder ein Datum aussuchen kann, das für ihn am besten geeignet ist.
So wie alles, was wir hier machen, sollte man dieses System zunächst einmal als ein Experiment betrachten. Wenn es funktioniert, dann würde ich mich sehr darüber freuen. Wenn es nicht funktioniert, dann wird es niemanden so sehr weh tun. Ich überlege zurzeit noch, ob und wie ich die wechselnden Veröffentlichungstermine auf die Seite stellen soll? Habt ihr eine Idee? Ansonsten lasse ich sie komplett weg. Auf jeden Fall freue ich mich aber schon darauf, bald neue Beiträge lesen zu können. Ich bin gespannt, wie das ganze funktionieren wird.
Hallo. Zur Zeit erinnert mich Xesier ein bisschen an diese riesigen verlassenen Städte in China. Sieht an sich echt schick aus, bloss leider ist hier alles wie ausgestorben. Henry wird mich sicherlich berichtigen und sagen, dass es ja gerade umbaumäßig unter der Oberfläche brodelt und nach den Umstrukturierungen Xesier in einen neuen und noch heller strahlenden Licht erstrahlen wird. Alle Jahre wieder…
Aber was reg ich mich eigentlich auf. Ich hab willentlich meinen Blog allein und leer zurückgelassen. Und jetzt begeh ich eigentlich Verrat. Ich mache bei einem anderen Blog weiter, oder wie ich es auch gern nenne, ich mach “den Martin.”
Die Sache ist nicht ganz so spontan wie es vielleicht scheint. Schon im Februar erzählte mir Hannes von einem Projekt, dass er, Axel und Patrick erdenken würden. Schon damals merkte ich, dass meine Liebe zum Kessel nachliess und daher schloss ich die Sache nicht aus. Und heute benutze ich Xesier um euch kurz dazu einzuladen. Ich lade euch ein zum “Vierfachantrieb”.
Ein Gemeinschaftsblog. Mit Leuten, die ursprünglich aus der Lausitz stammen. Ein Schelm, der uns Plagiatvorwürfe macht. Ich bin ehrlich. Ich weiß nicht, wie lange wir, oder besser gesagt ich, dass machen werde/n. Gerade hab ich Lust, gerade find ich des ne tolle Idee. Selbst wenn einer von uns gerade keine Schreiblust hat, gibt es immer noch 3 andere Autoren, die den Blog betreiben. So die Idee. Wo es hinführen kann, erlebt man hier alle Jahre wieder. Eine weitere Reißleine ist das Einladen von Gastautoren. Ich persönlich find es derbe interessant, von Leuten Artikel zu Lesen, die Blogs sonst nicht kennen, und auch sonst selten ihre Gedanken schriftlich festhalten. Ich bin gespannt, in wie weit diese “offener Blog” Idee weitergeht. Ich bin gespannt.
Xesier ist oft der Schadenfreude ausgesetzt. Und ich könnte hier weiter drauf eintreten. Aber das will ich nicht. Ich wünsch mir wirklich, das Xesier mal so erblüht wie es eigentlich könnte. Vielleicht hatte es schon seine Blütezeit und ich habs nur verpasst. Kann alles sein.
Und wenn ihr eigentlich kein Bock auf neue Gemeinschaftsblogs aus der Lausitz habt, dann ist das auch okay. Es ist nur eine Einladung. Und damit ihr noch trotzdem gute Laune habt:
(der eine Typ hat mal ein wirklich cooles Tattoo!)
Ich weiß, ich sollte noch abwarten, aber letztendlich ist es auch egal. Ich stell es rein und arbeite dann eben im Live-Betrieb weiter. Es interessiert ja sowieso nicht so viele Menschen, und die verkraften es sicherlich, wenn das ein oder andere Element noch nicht völlig ausgereift ist. Wie auch immer: Das ist das neue Xesier-Design! Na, enttäuscht? Es sieht immer noch genauso wie vorher aus, nur ist der Inhaltsbereich nach rechts sowie ein Stückchen nach oben gewandert und das Meta-Zeugs ist jetzt alles links. Tja, hat trotzdem viel Arbeit bereitet. Meinungen und gefundene Fehler sind erwünscht! Organisatorische Veränderungen von Xesier folgen.