Wie schnell man sich doch wieder sieht. Nur dieses Mal war es keine Erinnerung im Handy, kein Gedanke, der mich herzog. Es war nicht meine Entscheidung herzukommen. Und ich bin auch nicht euretwegen hier. Denn wir haben jemanden mitgebracht. Ich weiß, ihr werdet sie freundlich bei euch aufnehmen.
Heute nehmen wir den Vordereingang. Ein ähnliches Tor. Derselbe knirschende Weg. Dasselbe Grün. Dasselbe strahlende Wetter. Man wartet auf uns. Es sind nicht viele, aber das ist vollkommen in Ordnung.
„Es ist wie mit dem Meer und dem Himmel: Am Horizont scheinen sie zu verschmelzen und sind doch soweit voneinander entfernt.“ Es sind wunderschöne Worte. Passende Worte. Wir gehen los. Schweren Schrittes. An euch vorbei. Ihr habt Blumen. Es war Feiertag, das haben viele genutzt, um zu schmücken. Wir gehen noch ein Stückchen weiter. Rosenblätter fallen. Hände werden gedrückt. Es wird sich umarmt.
Es sind alle gekommen, doch nicht alle werden wieder gehen. Ich hoffe, euch geht es hier besser. Ich liebe euch, alle drei!
(Matti hat wieder einmal das Interesse gehabt, etwas zu veröffentlichen. Lest euch rein!)
Vor ein paar Tagen hab ich mit meinem Handy rumgespielt. Und da fiel mir eine Erinnerung ins Auge. Du hast bald Geburtstag. Seit dem habe ich jeden Tag an Dich gedacht. Aber an dem Tag selbst, es war ein Freitag, bis zur der Erinnerung meines Handys nicht. Komischerweise. Also beschloss ich, Dich zu besuchen und dir eine schöne Mitteilung zu überbringen. Samstagmorgen brach ich zu Dir auf. Durch das große Tor. Den knirschenden Weg entlang. Bis zu Dir. Auch Deine Mutti ist hier. Es ist an sich ein schöner Ort, vor allem bei diesem strahlenden Wetter. Wie zum Geburtstag bestellt. Aber wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich Euch gerne woanders getroffen.
Ein Lächeln zur Begrüßung. „Melanie hat ein Kind bekommen. Einen Jungen.“ Ihr antwortet nicht, aber ich weiß ihr freut euch riesig. „Und? Werden wir Europameister?“ Natürlich. Schade, dass wir nicht zusammengucken können. Es war schön mit Euch. „Macht’s gut!“ Ich winke zum Abschied. Ich drehe mich um, gehe an Euren Nachbarn vorbei. Alte Menschen, junge Menschen, Kinder. Geschmückte Plätze, aufgeräumte Plätze, ungepflegte Plätze, vergessene Plätze. Und während ich wieder zum großen Tor laufe, sehe ich Eure lachenden Gesichter vor mir und ärgere mich, dass wohl erst wieder ein wenig Zeit vergeht, bevor ich wieder an Euch denken werde. Spätestens zum nächsten Geburtstag. Ich durchschreite das Tor, gehe an der Mauer entlang, sehe nach links, nach rechts, überquere die Straße, steige ein und fahre los. Nicht ohne ein Blick zurück.
Vorerst gar nicht. Und ich sage mal, dass das noch einige Zeit so bleiben wird. Aber das hat Gründe. Gute Gründe. Kurz: Ich bilde mich weiter. Lang: Ich lese viel, nehme an Onlinekursen teil und habe nebenbei sowas wie eine Ausbildung. Der Hauptgrund liegt jedoch darin begründet, dass ich eine neue Idee für die Zukunft von Xesier habe. Die hält mich grundlegend davon ab, hier irgendwelche große Motivation hineinzustecken. Denn wenn ich hier wieder häufiger über Kultur und so etwas schreibe, dann würde einfach Zeit beim Lernen und … Trommelwirbel: Programmieren fehlen.
Ja, Xesier soll nun von Grund auf von mir programmiert werden und bisher läuft es eigentlich ganz gut. Ich streite zurzeit noch mit mir selbst, welche Funktionen für die erste Version zur Verfügung stehen sollen. Aber da wird sich schon noch eine Lösung finden. Das wirklich Schwierige bei dieser Arbeit steckt jedoch in der Zukunftsplanung und Erweiterbarkeit. Ich habe mich sehr lange selbst behindert, weil ich unbedingt wollte, dass das nun kommende Xesier leicht um neue Funktionen erweitert werden kann. Von diesem Gedanken habe ich mich jetzt jedoch verabschiedet, damit ich einfach schneller das Produkt benutzen kann, das ich mir wünsche.
Ich habe in der Zwischenzeit auch ein neues Buch geschrieben, das man bei Epubli sowie bei Amazon bestellen und hier kostenlos lesen kann. Wenn das neue Xesier da ist, überlege ich mir da gleich noch eine schöne neue Projektseite, damit das alles dann ordentlich einsortiert werden kann. Weitere gute Neuigkeiten: Für die nächsten Monate stehen neue Projekte an.
Ich kann verraten, dass es keine Musik werden wird. Hm. Ja, ich will noch nicht darüber sprechen. Und wirklich, das mit der Musik zieht mich etwas herunter, weil ich erst letztens wieder mit meiner eigenen Musik konfrontiert wurde und so bei mir dachte, dass es doch cool wäre, mal wieder etwas zu komponieren. Aber das wird nichts. Das andere Zeug fordert mich einfach zu sehr, sodass ich zurzeit ja schon glücklich bin, wenn ich meine einsame Musik-Empfehlung pro Tag bei Facebook raushaue und damit mein Kulturschreibpensum als erfüllt betrachte. Trotzdem werde ich mich dem Bloggen und der Musik nicht abwenden. Dafür bin ich viel zu sehr davon überzeugt. Aber in nächster Zeit wird man davon wohl weniger sehen.
So, das war es erst einmal. Jetzt darf Wilhelm endlich auch seinen Beitrag über “The Avengers” hier veröffentlichen, der schon seit Donnerstag in seinen Fingern brennt und den er nicht schreiben konnte, weil ihm die obersten Blog-Regeln verbieten, in einem Gemeinschaftsblog zwei Beiträge nacheinander zu veröffentlichen. Aber keine Sorge, Wilhelm. Es ist mir doch immer ein Vergnügen, dir die Last von den Schultern zu nehmen.
Hannes’ Filmempfehlung lässt mich seit einiger Zeit über die Entwicklung des Internets im sozialen Alltag nachdenken. Es geht dabei um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich beim Masturbieren filmt und dessen Leben ruiniert wird, nachdem die Aufnahme durch Unglück und Schikane im Internet landet. Ich war paralysiert. Der Film zeigte mir das absolute Extrem. – Doch ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir lernen müssen, mit solchen Veröffentlichungen umzugehen. So schwer es uns auch fallen mag. Das Internet ist einfach zu wichtig. Und ansonsten verspielen wir möglicherweise die große Chance, die es uns bietet. (weiterlesen)