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	<title>Xesier &#187; Johann</title>
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	<description>kreativ denken, einfach leben</description>
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		<title>Freiheitlich-demokratische Methoden sind etwas anderes</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 19:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema &#8220;Rechtsterrorismus&#8221; sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema &#8220;Rechtsterrorismus&#8221; sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose Informationen lieferten. Ich selber bin durch diese Diskussion eigentlich das erste Mal richtig auf die Verbindungspersonen in Deutschland aufmerksam geworden und im Grunde gestaltete sich die Auseinandersetzung mit so einem Geheimdienstinstrument etwas schwierig für mich.<span id="more-1732"></span> </p>
<p>Das erste, was mir in den Sinn kam, als ich mir die Funktion und Aufgabe solcher V-Leute konkret ansah, war das Wort &#8220;Stasimethode&#8221;. Menschen werden dafür bezahlt, andere Menschen auszuhorchen und diese Informationen an den Staat weiterzuleiten. Die Aufgabe der internen Mitarbeiter war in der Deutschen Demokratischen Republik grundsätzlich keine andere. Allerdings ist die Empörung über die internen Mitarbeiter groß gewesen, Wörter wie Überwachungsstaat fallen diesbezüglich oft. Die V-Leute erregen hingegen wenig Aufsehen in der deutschen Bevölkerung. In der aktuellen Debatte wird zwar der Einsatz von V-Leuten in rechten Kreisen diskutiert, nicht allerdings der grundsätzliche Einsatz. Wo ist aber der Unterschied?</p>
<p>Es ist einzig und allein die Ideologie. So muss sich ein Staat, dessen Rechtsordnung ein weit gefächertes, vielfältiges Ideenbild zulässt gegen einzelne Ideologien wehren, die versuchen diesen Staat zu zerstören und ein weitaus stumpfsinnigeres Ideenbild zu installieren. Meiner Meinung nach rechtfertigt dies allerdings nicht den Einsatz von Methoden, die nicht annähernd mit der freiheitlichen Ideologie Deutschlands konform gehen. Darin besteht die Herausforderung des freiheitlich-demokratischen Staates. Natürlich ist es sehr schwer einen solchen Staat gegen radikale Extremisten mit legalen Methoden zu verteidigen und dies muss auch geschehen, aber nicht auf Kosten der staatstragenden Prinzipien. </p>
<p>Ich frage mich: Was rechtfertigt den Einsatz solcher Personen? Letztendlich doch nur ein begründeter Verdacht. Vielleicht ist das jetzt ein bisschen naiv gedacht, aber wieso stürmt man ein solches &#8220;Nest&#8221; dann nicht einfach, stellt Unterlagen sicher, hat so zwar nur gegen einige Personen etwas in der Hand und auch nur beschränkt, aber befolgt die selbst auferlegten Prinzipien und setzt irgendwo auch ein Zeichen. </p>
<p>Dazu wird aktuell natürlich auch die Art der V-Leute kritisiert. Es sind Personen, die in solchen antidemokratischen, radikalen Kreisen verkehren, dieses Gedankengut teilen und dann vom Staat angeworben werden um für Geld die &#8220;eigenen&#8221; Leute auszuspionieren. Antidemokratische, (rechtsradikale) Menschen, die dafür bezahlt werden einen demokratischen, freiheitlichen Staat zu verteidigen. Dass da ein weiteres Problem im System steckt ist klar, allerdings wollte ich in dem Artikel nur den grundsätzlichen Einsatz kritisieren. Meine Meinung dazu ist nicht wirklich gefestigt, ich verstehe das Problem, weshalb diese Personen benötigt werden, vielleicht hat jemand, der diesen Artikel liest noch einen guten Denkanstoß für mich. In meinem Politikkurs gab es dieses Thema letztens ebenfalls, und überraschenderweise war ich der einzige, der diese Meinung vertreten hat, deshalb würde ich gerne auch noch ein paar Ideen und Denkanstöße für den Einsatz sammeln.  </p>
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		<title>Verstehst du?</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 17:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer, wenn ich mich mit anderen Menschen etwas tiefgreifender unterhalte, kommt es oft dazu, dass ich ein bestimmtes Gefühl oder einen Sachverhalt dem anderen Menschen nicht übermitteln kann. Zwar bekommt er ein Bild davon, was ich meine, aber das Gesamtbild ist bei ihm im Kopf ein anderes, als in meinem. Es sind meist Nuancen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer, wenn ich mich mit anderen Menschen etwas tiefgreifender unterhalte, kommt es oft dazu, dass ich ein bestimmtes Gefühl oder einen Sachverhalt dem anderen Menschen nicht übermitteln kann. Zwar bekommt er ein Bild davon, was ich meine, aber das Gesamtbild ist bei ihm im Kopf ein anderes, als in meinem. Es sind meist Nuancen, die zwar das Gefühl nur minimal beeinflussen, das Gesamtbild aber grundlegend verändern. Und eben dieses Gesamtbild, basierend auf den kleinen Details, kann ich dem anderen Menschen nicht klarmachen.<span id="more-1655"></span></p>
<p>Was mich ärgert ist, dass ich das daraus resultierende Missverständnis nicht selten mit der Minderwertigkeit meines Gesprächspartners begründe. Immerhin bin ich derjenige, der dem anderen etwas nicht begreiflich machen kann, weil es mir an etwas mangelt. Klar kann man argumentieren, dass jede einzelne Sichtweise auf die Welt einzigartig ist, weil jeder Mensch ja andere Erfahrungen mit eben dieser gemacht hat. Deshalb kann man bestimmte Eindrücke und Gefühle nur selber machen und nachvollziehen, anderen Menschen fehlt diesbezüglich der &#8220;Hintergrund&#8221;. </p>
<p>Aber es beeinflusst mich auch einfach sehr in meinem Umgang mit anderen Menschen, weil ich, wenn ich ersteinmal merke, dass ich wiedermal nicht beschreiben kann, was ich im Gesamtem für ein Gefühl meine, wenig Lust habe das Gespräch weiterzuführen und gebe meinem gegenüber, das dann auch recht deutlich zu verstehen. Es ist auch einfach unglaublich nervig, wenn man entweder ständig Abstriche machen muss bezüglich des Gesprächsinhaltes, weil man selber nicht in der Lage ist, besimmte persönliche Eindrücke so zu schildern, wie man sie im Kopf hat, oder sich dessen bewusst, dass man teilweise das gleiche Erlebnis ganz anders fühlt, ohne es beschreiben zu können, weiter darüber zu unterhalten. Sehr unbefriedigend.</p>
<p>Insgesamt haben sich mir bisher erst drei logische Erklärungsweisen angeboten. Zum einen die Tatsache, das im Grunde jeder das Problem hat, es aber nicht mitbekommt, oder es aber ignoriert. Dass es quasi in der Natur des Menschen liegt, dass jeder andere Eindrücke sammelt und somit das Leben anders wahrnimmt, somit kann man nicht dazukommen, dass jeder jedes Gefühl des anderen komplett nachvollziehen kann. Zum zweiten, dass es vielleicht auf ein psychisches Problem ist, dass mich damit konfrontiert, dass Gefühl zu bekommen, den anderen Menschen nicht mehr meine Sicht der Dinge erklären zu können. (Zugegeben, damit könnte ich niemals anfreunden.) Und zu dritten, die wohl warscheinlichste Variante, meine Wahrnehmung der Welt lässt sich durchaus anderen Menschen erklären, aber nicht durch ein reines Gespräch, sondern durch Bilder, Musik oder Erlebnisse, die man mit dem anderen gemeinsam durchlebt. Sodass mein bisheriges Gefühl, meine Wahrnehmungen in meinem Kopf nicht anderen Menschen komplett schildern zu können, darauf beruht zu schnell aufgegeben zu haben. </p>
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		<title>Zwischen den Dingen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 20:35:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich stehe in letzter Zeit immer öfter zwischen den Dingen. So, oder so ähnlich würde ein tiefgründiger Anfang lauten. Bei diesem Artikel hier stand ich jetzt auch echt lange zwischen den Dingen. In der letzten Woche habe ich mir Gedanken gemacht, worüber ich eigentlich schreiben möchte, dabei fielen mir einige Themen ein, aber nie mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe in letzter Zeit immer öfter zwischen den Dingen. So, oder so ähnlich würde ein tiefgründiger Anfang lauten. Bei diesem Artikel hier stand ich jetzt auch echt lange zwischen den Dingen. In der letzten Woche habe ich mir Gedanken gemacht, worüber ich eigentlich schreiben möchte, dabei fielen mir einige Themen ein, aber nie mehr als vier bis fünf Sätze, die ich dazu hätte formulieren können. Ich hatte eigentlich vor diesen Artikel unter der Woche zu schreiben, aber das hat mich immer wieder demotiviert. Oder ist das nur eine Ausrede, die sich mein Kopf zurechtgelegt hat, denn eigentlich habe ich gar keine Lust irgendetwas zu tun. <span id="more-1590"></span></p>
<p>Irgendwie dazwischen, so geht es mir, wie schon Anfangs erwähnt, recht häufig. Gleiches gilt auch, wenn ich über diverse Prozesse nachdenke, oder Handlungsabläufe, die ich so unternehme oder unternommen habe. Ich sammele neue Erkenntnisse, die mich normalerweise zu einem Umdenken führen müssten, ich sollte mich anders verhalten, aber ich habe keine Lust, oder auch Angst und entscheide mich für einen Weg dazwischen. Oder ich gehe den alten Weg, denke aber über die Dinge, die mir passieren unglaublich negativ, weil ich den anderen Weg für &#8220;besser&#8221; halte und der momentane für mich nur profane Zeitverschwendung ist. </p>
<p>Eigentlich wäre es also besser für mich die neuen Erkenntnisse auf meine Handlungen anzuwenden. Doch ich ändere oftmals nichts, das liegt entweder daran, dass ich zu viel Angst habe etwas zu ändern oder aber daran, dass der momentane Weg objektiv mehr Erfolg verspricht. Dabei fühle ich mich miserabel und muss mir notgedrungen überlegen, wie ich meine Situation verbessern könnte, dadurch sammele ich neue Erkenntnisse, die mir aber nichts bringen, weil ich diese nicht anwende. Da ich aber ein viel zu positiv denkender Mensch bin, wirkt sich die Niedergeschlagenheit nicht so sehr auf meinen Alltag aus. Eigentlich ärgert mich das, weil ich glaube, wenn es mir richtig schlecht ginge, dass ich dann quasi zum umdenken gezwungen wäre und Entscheidungen treffen müsste. So wie bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kondratjew-Zyklus">Kondratjew</a>, aber das wäre auch dumm, weil es mir dann ja nach einer Zeit wieder schlecht ginge, ohne dass ich jetzt dauerhaftes Glück für mein Leben fordere.</p>
<p>Eine weitere Folge davon ist, dass ich oft keine Lust habe etwas zu unternehmen. Ich habe  Angst davor mit so einem Problem konfrontiert zu werden. Also sitze ich zu Hause, lese ein Buch, bin zu doof mich im Internet zu beschäftigen, und bemitleide mich ein bisschen selbst. Meine Kopf sagt dann: &#8220;Johann, dir ging es doch früher nicht so&#8221;, dir war nie wirklich so langweilig, dass du dein momentanes Handeln in Frage stellst, dass dich in diese langweile führt&#8221;. Dabei sitze ich gar nicht so oft zu Hause, nicht öfter als früher, wo ich diese Gedanken nie hatte. Was hat sich also verändert? Ich glaube, es liegt daran, dass ich mehr über die Dinge nachdenke. Und genau dieses Nachdenken verfluche ich in letzter Zeit häufig. Ich würde lieber so &#8220;naiv&#8221; wie damals durch die Welt gehen. </p>
<p>Ich will mich nicht entscheiden müssen. Ich möchte nicht zu diesen Entscheidungsprozessen kommen, auch wenn mein Leben dann vielleicht nicht mehr das tiefgründigste wäre. Diese Gedanken habe ich dann, in dieser Situation der Langeweile. Zum Glück denke ich mir dann: &#8220;Hey Johann, du hast das alles doch viel zu gerne um so zu denken, du bist nicht wirklich unglücklich, nur punktuell, manchmal. Du magst dein Leben sehr gerne, du musst nur eben mal schauen, wie du mit solcherlei Situationen umgehst, das bringt dich dann auch bestimmt weiter und macht dich zum krassesten, tollsten Menschen der Welt, den es gibt, genau wie dieser Artikel hier&#8221;.</p>
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		<title>Google Streetview</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 19:20:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um mal vom Trend abzufallen: (Bezüglich welchem auch immer) Interessante Sammlung von Google Streetview-bildern auf denen teilweise Menschen in den verschiedensten Lebenslagen zu sehen sind. Ich für meinen Teil habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und fühle es immernoch. Jon Rafman]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um mal vom Trend abzufallen: (Bezüglich welchem auch immer)<br />
Interessante Sammlung von Google Streetview-bildern auf denen teilweise Menschen in den verschiedensten Lebenslagen zu sehen sind. Ich für meinen Teil habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und fühle es immernoch.</p>
<p><a href="http://9-eyes.com">Jon Rafman</a></p>
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		<title>Besuch im Bundestag</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 19:14:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern habe ich einen sehr interessanten Ausflug nach Berlin hinter mich gebracht. Ziel war der Bundestag. Zusammen mit Robin, Erik, Henry und Robins Freund Julius, sowie einigen Leute aus der SOR-AG wurden wir von dem Abgeordneten Wolfgang Nešković eingeladen. So hatten wir ein etwa 1 1/2 stündiges Gespräch mit ihm und saßen anschließend einer Plenarsitzung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich einen sehr interessanten Ausflug nach Berlin hinter mich gebracht. Ziel war der Bundestag. Zusammen mit Robin, Erik, Henry und Robins Freund Julius, sowie einigen Leute aus der SOR-AG wurden wir von dem Abgeordneten Wolfgang Nešković eingeladen. So hatten wir ein etwa 1 1/2 stündiges Gespräch mit ihm und saßen anschließend einer Plenarsitzung im Bundestag bei. Wolfgang Neškovic sitzt als einziges parteiloses Mitglied im Bundestag für die Fraktion &#8220;Die Linke&#8221;. Nachdem er uns etwa eine halbe Stunde über seine Biographie informiert hat begann so eine kleine Fragerunde.<span id="more-1268"></span></p>
<p>Aus meiner Sicht blieb Wolfgang Nešković bei der Beschreibung der Dinge für die er eintritt sehr zurückhaltend, viele seiner Ansichten warfen wenig Konfliktpotenzial auf und auf den eigentlichen Streitpunkt vieler Ansichten der Partei &#8220;Die Linke&#8221; ging er nicht ein. Sicherlich gibt es Differenzen zwischen seinen Ansichten und der Partei, für die er im Bundestag sitzt, denn er ist ja parteilos, trotzdem überschneidet sich vieles, und die Ansichten mit Konfliktpotenzial ließ er aus. Um euch mal einen Überblick über die Themen zu geben, die er ansprach: Das strikte Ablehnen der Beteiligung deutscher Soldaten an Kampfeinsätzen, Ablehnen von neuen Braunkohletagebauen, Vattenfall dazu verpflichten sich nachhaltig um die betroffenen Regionen zu kümmern, Energiewende, gerechteres, einfacheres Justizsystem, mehr Geheimdienstkontrolle.</p>
<p>Aus meiner Sicht waren das alles Themen, die wenig Diskussionsstoff lieferten, ich verpasste es leider seine Meinung zum Thema der zunehmenden Privatisierung oder der Finanzierung von mehr sozialer Gerechtigkeit zu hinterfragen. Ich glaube ich sollte an dieser Stelle mal klar machen, worauf ich hinausmöchte. Nun, Wolfgang Nešković ist ein sehr symphatischer Poltiker, und viele seiner Ansichten überschneiden sich mit meinen. Wie Erik es ausdrückte: &#8220;Solang&#8217; es noch Leute wie der in den Bundestag schaffen, habe ich noch Hoffnung in das System.&#8221; Allerdings habe ich dasselbe Problem mit ihm, wie mit vielen Politikern der Linkspartei, ich denke nicht, dass viele ihrer Ideen real umsetzbar sind. </p>
<p>Ich habe es wie gesagt verpasst, einzelne Fragen diesbezüglich zu stellen, was auch daran lag, dass sich die Fragen bis dahin weitestgehend um Vattenfall drehten. Ich hätte gestern gerne meine Zweifel diesbezüglich ausgeräumt. Aber es war mir nicht möglich. Wie gesagt, insgesamt finde ich ihn sehr symphatisch, doch dieser &#8220;Lücke&#8221; ärgert mich, immerhin habe ich erwartet, dass er sich als Parteiloser ein bisschen anders diesbezüglich aüßert. Hätte ich nur gefragt. &#8220;Diesbezüglich&#8221; meint vorallem Ideen zur Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit, viele Ideen der Linkspartei halte ich zwar für gut, aber für unumsetzbar. </p>
<p>Um nochmal über den Tag zu reden: Danach haben wir, wie gesagt, einer Plenarsitzung beigewohnt. Das Dumme war, dass das Thema der ersten 40 Minuten, von der erlaubten Stunde ein Thema war, von dem ich wenig Ahnung hatte, Familienpolitik, und als es interessant wurde und um die Unabhängigkeit der IGO ging, mussten wir schon wieder gehen. Auf jeden Fall muss ich Wolfgang Nešković darin zustimmen, dass die &#8220;Institution Bundestag&#8221; schon irgendwo etwas Erdrückendes, vielleicht auch Satrisches hat. </p>
<p>Seine letzte Bemerkung zum Thema Abstimmungen, wonach an den Urnen immer Leute der eigenen Parteien stehen, die einen Umschlag hochhalten und je nachdem welche Farbe zu sehen ist, stimmt man dafür oder dagegen, war zwar amüsant und auch zutreffend, aber seine Begründung nehme ich ihm nicht ab. So sagte er, dass man es als Abgeordneter nicht schaffen würde alle Gesetze, über die an einem Tag abgestimmt wird, zu lesen. Bei der Zeit, die es braucht um ein Gesetz zu bis zu Abstimmung zu bringen, denke ich, es bleibt genug Zeit. Auch wenn es dabei nur um das Satirische am Bundestag ging, ist das einzig Satirische der Fraktionszwang. Alles in allem ein wirrer Artikel, habe nicht das Gefühl, euch das übermittelt zu haben, was ich teilweise meinte, sorry. Wenn ihr einige Dinge bezüglich meiner Aussagen näher erläutert haben wollt, bitte schreibt es.</p>
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		<title>Selig in Rekordzeit</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 22:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 1. Mai ist es soweit, Papst Johannes Paul II. wird selig gesprochen, eine Vorstufe der Heiligsprechung ist somit erreicht. Der Rest geschieht dann auch so schnell wie möglich. Meiner Meinung nach hat die katholische Kirche sich damit erneut einen Bärendienst erwiesen und ich muss darüber sehr, sehr schmunzeln. So war die so genannte Beatifikation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1. Mai ist es soweit, Papst Johannes Paul II. wird selig gesprochen, eine Vorstufe der Heiligsprechung ist somit erreicht. Der Rest geschieht dann auch so schnell wie möglich. Meiner Meinung nach hat die katholische Kirche sich damit erneut einen Bärendienst erwiesen und ich muss darüber sehr, sehr schmunzeln. So war die so genannte Beatifikation doch in den vergangen Jahrhunderten etwas, was vergleichsweise nur sehr wenigen zu Teil wurde.<span id="more-1212"></span></p>
<p>Vor der Amtszeit Johannes Paul II. gab es in 300 Jahren immerhin nur nur etwa 300 Heiligsprechungen. Ob die nun mehr oder weniger berechtigt waren sei dahingestellt, aber das eigentlich makabere ist meiner Meinung nach, dass allein in der Amtszeit Johannes Paul II. 483 Heiligsprechungen gab.</p>
<p>Nun, am Ende des 20. Jahrhunderts gab es einfach haufenweise Personen, die es verdient haben heilig gesprochen zu werden, quasi einen Heiligenboom. Ich glaube, dass die katholische Kirche in letzter Zeit in Sachen Heiligsprechungen auf Hochtouren läuft, liegt vor allem daran, dass die Katholiken schon immer einzelne Personen in ihren Gebeten angebetet haben, was ja nur möglich ist, wenn die betreffende Person heilig gesprochen ist. </p>
<p>Ich glaube, die kath. Kirche versucht so, die rapide abfallende Zahl der Glaubensanhänger zu stabilisieren. Anders kann ich mir das nicht erklären. Zwar braucht es immer einen Grund um eine Person heilig zu sprechen, aber das ist nicht sonderlich schwer, zeigt sich auch wieder am Beispiel Johannes Paul II., so hat er beispielsweise ein Wunder vollbracht. Eine französische Nonne behauptete, nachdem sie den Namen Johannes Paul II. aufgeschrieben hatte von ihrem Parkinsonleiden befreit worden zu sein. </p>
<p>Nicht schlecht, eine Hand wäscht die andere. Meiner Meinung nach geht der Prozess viel zu schnell. So hat der werte Johannes Paul II. vielleicht ein Wunder vollbracht, allerdings war er auch bekannt dafür den sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche ignoriert zu haben. Für mich ist das alles eine Farce. Eigentlich müssen nach dem Tod der betreffenden Person 5 Jahre vergehen, bis das Verfahren eröffnet wird, ob die Person selig gesprochen wird. Nun, Benedikt hat natürlich eine Ausnahme gemacht und das Verfahren begann schon 3 Monate nach dem Tod Johannes Paul II. </p>
<p>Jedenfalls wird es ein riesiges Ereigniss für die katholische Kirche und nachdem etwa 4 Millionen Gläubige nach Johannes Paul II.&#8217; Tod zum Petersplatz pilgerten, erwarten man nun zum 1. Mai etwa 400.000 Anhänger, die ein Gefäß mit Blut des verstorbenen, bald seligen und künftig heiligen Johannes Paul II. anbeten werden. Ich bin gespannt, wann es soweit sein wird und ob wir dann wieder einen Rekord vermelden können. Immerhin ist die Seligsprechung die schnellste in der Geschichte mit nicht mehr als 6 Jahren und 29 Tagen.</p>
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		<title>Japans andauernder GAU</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 23:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin meinem Vorsatz treu geblieben, das Geschehen in Japan nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn es die Medien tun. Ich bin nicht besonders zufrieden mit den Geschehnissen der vergangenen Wochen im Atomkraftwerk. Mir wird nach und nach klar, dass die Situation am Anfang dramatischer war als angenommen. So dachte ich, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin meinem Vorsatz treu geblieben, das Geschehen in Japan nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn es die Medien tun. Ich bin nicht besonders zufrieden mit den Geschehnissen der vergangenen Wochen im Atomkraftwerk. Mir wird nach und nach klar, dass die Situation am Anfang dramatischer war als angenommen. So dachte ich, dass die Explosionen in den Reaktoren mehr oder weniger erwartet wurden und nicht besonders gefährlich waren. Wenn ich jedoch mich jetzt informiere und erfahre, dass die Gefahrenstufe auf die höchste Stufe angehoben wurde, weil so unglaublich viel Strahlung ausgetreten ist, und das vorallem am Anfang der Katastrophe, dann bin ich enttäuscht.<span id="more-1151"></span></p>
<p>Enttäuscht sowohl von mir, als auch von den sogenannten &#8220;Experten&#8221;. Ich nahm es einmal öfter hin, was erzählt wurde und hinterfragte es nicht. Die &#8220;Experten&#8221; verharmlosten vieles, bzw. enthielten sich in ihren Aussagen gegenüber der Gefahr, die die Situation barg. Ich habe länger mit mir gerungen, ob ich die Situaion im AKW jetzt als &#8220;unter Kontrolle&#8221; betrachten soll. Ich denke nicht. Die vielen verschiedenen Quellen, die ich verfolge, variieren in ihren Aussagen häufig, und ich glaube, die angeblichen Experten sind ebenfalls unsicher wie die Lage einzuschätzen ist. </p>
<p>Fakt ist wohl, dass ein großes Problem darin besteht, dass das viele Kühlwasser im Reaktor, hochradioaktiv belastet ist und bei Reperaturarbeiten stört. Außerdem sollen sich wohl mehrere Tonnen Salz in den Reaktiorräumen angehäuft haben, weil so viel Wasser verdampft ist. Nun, das Problem mit dem Wasser ist lösbar. Die Techniker pumpen es einfach ab, und wohin? Natürlich in den pazifischen Ozean. Einfach nur krass, was da passiert. Aber was soll ich sagen, es scheint der einzige Weg zu sein um schlimmerem zu entgehen.</p>
<p>Mit der Informationspolitik insgesamt bin ich immernoch unzufrieden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man immernoch nicht einschätzen kann wie das tatsächliche Ausmaß der Katastrophe einzuschätzen ist. Momentan läge der Wert der freigesetzten Radioaktivität bei 10% der freigesetzten Radioaktivität von Tschernobyl. Klar ist wohl, dass früher oder später Fukushima in einen ähnlichen Betonsarg verpackt werden müsse, wie das AKW in Tschernobyl. Ist das wirklich klar? Wieso haben die Arbeiter dann noch nicht damit begonnen, sondern reparieren weiterhin die Reaktoren? Mit welchen Ziel vorallem? Nach welchem Plan geht man vor, wie will man alles in den Griff bekommen.</p>
<p>Ich weiß es einfach nicht, und ich bin mir unsicher, ob es eine Quelle gibt, die mir alleine meine Fragen beantworten kann. Und dabei denke ich immer wieder an die Menschen. Dass die 50 freiwilligen Arbeiter im Kraftwerk wohl sehr stark geschädigt sind/werden ist wohl unabdingbar und alleine schon eine uglaublich traurige und unbegreifbare Tatsache, wie ich in einem vergangenen Post schon ausgeführt habe. Aber auch die anderen Arbeiter, die nun stetig zum AKW beordert wurden, sie arbeiten zwar in Schutzanzügen, aber ich kann mir bei weitem nicht vorstellen, dass sie alle nicht dennoch einen hohen Preis für diesen Einsatz zahlen. </p>
<p>Atomkraft ist einfach eine unglaubliche Spirale. Und das schreibe ich, der eigentlich der Atomkraft garnicht so unabgeneigt ist. Aber selbst Argumente wie: &#8220;Atomkraftwerke in Erdbebenregionen haben wir ja nicht, und unsere sind eh sicherer&#8221;, stellen sich mir nicht mehr zu Verfügung. Das Ausmaß dieser Katastrophe ist einfach so krass, dass ich unglaublich skeptisch geworden bin. Ich warte ab und habe immernoch ein ungutes Gefühl bei der Sache.</p>
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		<title>Landtagswahlen</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 21:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Montagmorgen begann &#8220;lustig&#8221;. Beim Bäcker habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben die Bildzeitung gekauft, Jubiläum also. Grund dafür war folgendes: &#8220;Atomwahl: Die Grünen strahlen&#8221;, allein der Titel. Dass die BILD keine Grenzen kennt ist ja allgemein bekannt, allerdings wurde ich wirklich ein bisschen aufbrausend. Unter anderem waren noch Zeilen wie: &#8220;Supergau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Montagmorgen begann &#8220;lustig&#8221;. Beim Bäcker habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben die Bildzeitung gekauft, Jubiläum also. Grund dafür war folgendes: &#8220;Atomwahl: Die Grünen strahlen&#8221;, allein der Titel. Dass die BILD keine Grenzen kennt ist ja allgemein bekannt, allerdings wurde ich wirklich ein bisschen aufbrausend. Unter anderem waren noch Zeilen wie: &#8220;Supergau für die SPD&#8221;, &#8220;FDP schaltet sich ab&#8221; und &#8220;CDU unterschreitet Grenzwerte&#8221;. Tut mir Leid, aber eigentlich hätte ich selbst jetzt noch den Wunsch das Papier zu zerreißen, würde ich es nicht als &#8220;Andenken&#8221; behalten wollen.<br />
<span id="more-1104"></span></p>
<p>Dass die Grünen so gut abschneiden würden, wie noch nie, das zeichnete sich ja schon voher ab. Ich bin mir unsicher, ob es an der Person Mappus oder an der Atomkatastrophe lag. Ich glaube mehr letzteres. Allerdings würde das bedeuten, dass ein Haufen Sensationswähler die neue Stärke der Grünen begründen. Irgendwie unbefriedigend. Es wird sicherlich die Mischung machen. Nun, was wollen die neuen Wählerschaften erreichen? Abschaltung aller Atomkraftwerke in Baden Württemberg? Oder einfach nur Mappus ablösen? Oder insgesamt eine umweltfreundlichere und risikofreiere Politik, im Angesicht der Katastrophe in Japan? Mir erscheint immernoch letzteres am plausibelsten, jedoch geht, wie gesagt, die Tatsache der Sensationswähler damit einher.</p>
<p>Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie sich das in Baden Württemberg nun entwickeln wird. Vorallem bin ich gespannt, wie reagiert wird, wenn die grüne Regierung eben nicht sofort alle AKWs abschaltet, aufgrund laufender Verträge, Energieengpässe, oder Sonstigem. Das wird definitiv eintreten und ich denke bei der nächsten Landtagswahl wird die grüne Regierung wieder abgesetzt. Klar, sind das alles Spekulationen. Auf jeden Fall ist es ein Experiment, ich würde mich gerne eines besseren belehren lassen, jedoch bin ich nicht davon überzeugt, dass das eintreten wird.</p>
<p>Allgemein ist in Baden Württemberg in dieser Zeit einiges passiert, allen voran die Proteste um Stuttgart 21 und die sogenannte Schlichtung. Alles Ereignisse, die die konservative Regierung nicht unbedingt in ein gutes Licht rückten und große Lücken aufdeckten. Auch dies lässt mich schlussfolgern, dass viele Wähler auf Grund von &#8220;Sensationen&#8221; umgestiegen sind. Was natürlich &#8220;krass&#8221; ist, dass nach 47 Jahren CDU eine Machtverschiebung nicht zur SPD stattfand, sondern zu den Grünen. Ich möchte da jetzt nichts reininterpretieren, nur empfinde ich es als kleine Sensation, dass in einem &#8220;erzkonservativen&#8221; Land nahtlos übergegangen wird zu den &#8220;Multi-Kulti-Guten Laune-Bären&#8221;, wie es heute in einer Annonce in der NEON stand. Ich schaue jedenfalls gespannt auf die Entwicklungen in Baden Württemberg. Ich hoffe, dass die Grünen die gewünschten Veränderungen bringen, glaube es allerdings nicht.</p>
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		<title>Gedanken</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 21:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erstmal entschuldige ich mich, dass ich es nicht geschafft habe auf die Kommentare zu meinem Artikel der Vorwoche zu antworten. Ich würde das Thema ganz gerne hier nochmal aufgreifen. Heute erst habe ich mich wieder mit jemandem aus meinem Jahrgang unterhalten, der die Spendenaktion für Japan in unserer Schule bescheuert findet. Erst kam das Argument, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmal entschuldige ich mich, dass ich es nicht geschafft habe auf die Kommentare zu meinem Artikel der Vorwoche zu antworten. Ich würde das Thema ganz gerne hier nochmal aufgreifen. Heute erst habe ich mich wieder mit jemandem aus meinem Jahrgang unterhalten, der die Spendenaktion für Japan in unserer Schule bescheuert findet. Erst kam das Argument, dass Japan schon genug Geld hätte, und es daran nicht mangeln würde. Das hat mich nicht so überzeugt. Aber dann argumentierte er in dieselbe Richtung wie Matti in seinem Kommentar, dass andere Menschen diese Spendengelder viel nötiger hätten. Anderen Menschen geht es auch schlecht, aber das wird als allgemein geltender Zustand hingenommen.<span id="more-1079"></span></p>
<p>Ich nehme mich nicht aus, wenn ich sage, dass den ständig existierenden, weltweiten Problemen wie extreme Armut, AIDS und Krieg zu wenig Beachtung geschenkt wird. Ich konnte im ersten Moment nicht so richtig dagegen argumentieren, später habe ich mir dann nochmal Gedanken dazu gemacht. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, den Missständen in der Welt eine gewisse Priorität zu geben, sie einer Reihenfolge nach zu ordnen. Es ist immer schlimm, wenn Menschen unter katastrophalen Bedingungen leben oder durch Naturkatastrophen umkommen. Wie gesagt geraten die fortwährenden, immer gegenwärtigen Probleme schnell ins Hintertreffen, wenn es mal &#8220;kracht&#8221;. </p>
<p>Ich glaube ich habe für mich in meinem Kopf einen teilweise faulen Kompromiss diesbezüglich getroffen. Die ständig gegenwärtigen, oben genannten Probleme, sind sehr schwer zu lösen. Da kann man eine Grundsatz-Diskussion über unsere Welt führen, über den Kapitalismus, der vorschreibt, dass es Verlierer geben muss. Aber dass sich an dem für die nächste Zeit nichts ändern wird, ist klar. Ich verurteile die Tatsache, natürlich, trotzdem habe ich diesbezüglich keinen Verbesserungsvorschlag. Es gibt Hilfsorganisationen, die versuchen den einzelnen Menschen zu helfen. Trotzdem geht es bergab, die Bevölkerung wird größer, und der Prozentsatz der Menschen, die in extremer Armut leben, auch. </p>
<p>Es gibt Dinge, die kann man als einzelner tun, um gegen diesen Missstand zu kämpfen. Ich versuche für mich auch einige Richtlinien einzuhalten: Ich finde es zum Beispiel gut, wenn sich Leute entscheiden vegetarisch zu leben, weil die Viehproduktion unvorstellbare Mengen an Wasser und Getreide verschlingt. Trotzdem muss ich für mich feststellen, dass ich dieses Stück Lebensqualität nicht aufgeben will. Dabei sei jetzt nicht mal der Satz &#8220;Wenn ich es nicht esse, dann tun es andere&#8221; erwähnt. </p>
<p>Ich finde es gut, wenn ich bei all dem Entsetzen gegenüber einem bestimmten Ereignis daran erinnert werde, andere umfassendere Probleme nicht zu vergessen. Ich denke, ich bin nicht der einzige, der die grundlegenden Probleme der Welt schnell aus den Augen verliert. Das soll jetzt aber nicht beudeuten, dass ich mich rausreden will, nur dass dieses &#8220;Übersehen&#8221; ein grundlegendes Problem ist. Wem es gut geht, der vergisst schnell, dass es anderen nicht gut geht. Ich glaube der Artikel ist etwas wirr. Trotzdem hoffe ich, dass ich das, was ich sagen wollte irgendwie ein wenig beschreiben konnte. </p>
<p>Trotzdem bin ich froh, dass in Japan zumindest das Schlimmste verhindert scheint. Die Revolution in Libyen sehe ich als gescheitert an.</p>
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		<title>Bestürzung und Wut</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 21:49:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was momentan in Libyen und Japan geschieht, löste in mir das erste Mal tiefe Trauer aus. Das mag daran liegen, dass ich beispielsweise damals beim Tsunami in Süd-Ost-Asien, noch zu jung war. Trotzdem war es erschreckend für mich, zu merken, dass mich vergangene schwerwiegende Katastrophen nur oberflächlich tangiert haben. Das erste Mal bin ich erstmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was momentan in Libyen und Japan geschieht, löste in mir das erste Mal tiefe Trauer aus. Das mag daran liegen, dass ich beispielsweise damals beim Tsunami in Süd-Ost-Asien, noch zu jung war. Trotzdem war es erschreckend für mich, zu merken, dass mich vergangene schwerwiegende Katastrophen nur oberflächlich tangiert haben. Das erste Mal bin ich erstmal einfach nur bestürzt über das Geschehene. Wenn ich mir dann bewusst werden lasse, was eigentlich geschieht, ist das nicht beruhigender. Ich möchte eigentlich nicht soviel über das tatsächlich Geschehene schreiben, es wird genug darüber berichtet. Trotzdem komme ich nicht darum herum, wenn ich euch meine Sicht der Dinge schildern möchte.<span id="more-1036"></span></p>
<p>Im Atomkraftwerk Fukushima war ich bis Anfang der Woche noch zuversichtlich, dass das wieder in den Griff zu bekommen ist, aber mitlerweile ist dieser &#8220;Optimismus&#8221; weitgehend verflogen. Es zeichnet sich ab, dass bis Samstag entschieden sein wird, ob das Unvorstellbare abzuwenden ist. Ich hoffe so sehr, dass die Starkstromleitung die erhoffte Rettung bringt. &#8211; Dass der größtmögliche Störfall, der Statistiken zufolge nur einmal in einer Millionen Jahre eintritt, verhindert werden kann. Ich versuche weitestgehend die Debatte um die Atomkraftwerke in Deutschland erstmal an mir vorbeigehen zu lassen. Ohnehin ist es unsagbar geschmacklos Sendungen wie: &#8220;Atomkatastrophe in Japan -was bedeutet das für uns?&#8221; laufen zu lassen.</p>
<p>Teilweise fällt es mir immernoch schwer alles einzuordnen. Der Punkt, in der ich zum erstmal Mal traurig schlucken musste, war zu meiner weiteren Bestürzung nicht die Information, dass durch die Flutwelle mehr als 10000 Menschen umgekommen sind, sondern, dass die verbleibenden 50 Mitarbeiter in Fukushima ihren Einsatz vermutlich nicht überstehen werden. Was macht das Schicksal der 50 Mitarbeiter berührender, als das der 10000 Flutopfer? Ich könnte mich selbst ohrfeigen dafür. Vielleicht ist es die Vorstellung, wie die Mitarbeiter umkommen, und das es so unnötig ist. Beides ist schrecklich, das eine unnötig? Nicht zufriedenstellend. Es sind Menschenleben, die ausgelöscht wurden, es sollte mich tiefgreifender bestürzen. Ich hasse mich dafür, dass es das nicht tut. </p>
<p>Entschudigt den unpassenden Themenwechsel, aber ich möchte auch darüber schreiben. Japans Unternehmungen bezüglich der Katastrophe werden von vielen Seiten als unzureichend beschrieben. Die USA beispielsweise hält den Evakuierungsradius für zu klein. Auch die Informationspoltik wird als unzulänglich beschrieben. Meine Meinung dazu ist geteilt, mir reichen die Informationen, dass die Kernschmelze auf Grund von Kühlungsproblemen voranschreitet, dass Reaktoren auf Grund von Knallgasansammlungen explodieren. Auch die Strahlenwerte werden veröffentlicht. Dennoch denke ich, wenn man japanische Menschen in Interviews sagen hört, dass sie viel zu wenig über die bevorstehende Katastrophe Bescheid wissen, dann kommt das nicht von ungefähr. </p>
<p>Aus meiner Sicht gehe ich viel zu wenig auf die unfassbare eigentliche Katastrophe des Tsunamis ein, aber der mögliche nukleare Gau schwebt wie eine übergroße Wolke in meinem Kopf und es könnte noch soviel Leid geschehen. Es ist so schrecklich, dass &#8220;Glück&#8221; benötigt wird, um ein zweites Tschernobyl zu verhindern. Dass Menschen in den Tod gehen müssen, um zu Verhindern, dass noch mehr Menschen sterben. Kurzzeitig mussten die 50 Arbeiter das Kraftwerk aufgrund zu hoher Strahlenwerte verlassen, kurz danach durften sie zurückkehren, nicht etwa, weil die Strahlung abgeklungen ist, sondern weil der gesetzlich erlaubte Wert um das 2,5-fache erhöht wurde. In anderen Fällen würde ich mich innerlich zerreißen, aber es ist wie es ist, die Arbeiter kämpfen dafür, dass Menschenleben gerettet werden. Ich hoffe nur, dass sie es alle freiwillig tun. Mir fehlt in solchen Momenten ein bisschen die Instanz, die beispielsweise Christen haben, das Beten. Es würde sicher ein bisschen beruhigen, wenn man sicher ist, dass es etwas bewirkt. </p>
<p>Die zweite Welle der Bestürtzung löste bei mir die Nachricht aus, dass Bengasi so gut wie zurückerobert wurde. Unfassbar, es kann doch nicht sein. Als Reaktion auf diese Nachricht, postete ich bei Facebook den Satz &#8220;Die Welt enttäuscht mich&#8221;. Bei erneutem Überdenken, muss ich den Satz korrigieren. Ich hatte nicht wirklich die Erwartung, dass der Westen wirklich effektiv die Rebellen schützen wird. Es war deshalb keine Enttäuschung, sondern eher die Bestürzung der vollendeten Tatsachen. Ich war ein bisschen zu blauäugig, als ich zuversichtlich nach Libyen schaute, weil der &#8220;Revolutionsführer&#8221; immer weiter an Macht verlor. Mitlerweile konnte er ohne weiteres zurückschlagen. </p>
<p>Zu sagen, dass ihm die Atomkatastrophe in Japan in die Hände spielt, da die Aufmerksamkeit sich von ihm abwendet, finde ich belanglos. Auch so wäre die Flugverbotszone nicht rechtzeitig eingerichtet worden. Klar, die Aufmerksamkeit der Menschen liegt jetzt eher bei Japan, trotzdem kann ich nicht behaupten, dass unzureichend über Libyens Lage berichtet wird. Es gibt zwar keine Sondersendung dazu, wie die Dutzenden über Japan, aber wer sich informieren will, der kommt an Informationen.Trotzdem, der Moment, in dem ich erfuhr, dass Bengasi kurz vor der Eroberung steht, ließ in meinem Kopf eine Blase zerplatzen, der Vormarsch von Gadaffis Truppen war bislang noch hinnehmbar, aber die Eroberung der letzten großen &#8220;Bastion&#8221; assoziiere ich mit dem Ende einer Protestbewegung, die gegen ein diktatorisches Regime eingetreten ist, für Werte, die die westliche Welt propagiert, und genau von dieser wurden die Aufständischen im Stich gelassen. </p>
<p>Die unnötige Atomkatastrophe und die Unfähigkeit der westlichen Regierungen, speziell die der Deutschen, lösen in mir Bestürzung und Wut aus.</p>
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