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	<title>Xesier &#187; Loisa</title>
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	<description>kreativ denken, einfach leben</description>
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		<title>Frühlingsgefühle</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 17:59:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Sie liegt auf der Wiese, weil sie nichts Besseres mit sich anzufangen weiß. Die Decke ist weich und aus einer Zeit, in der gallopierende Pfere als Deckenmotiv und kleine Mädchen noch unzertrennlich waren. Sie liest, träumt und versucht sich ihr Leben so vorzustellen, als wäre sie ein siebzigjähriger Professor für Nanochemie, der in Rente geht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie liegt auf der Wiese, weil sie nichts Besseres mit sich anzufangen weiß. Die Decke ist weich und aus einer Zeit, in der gallopierende Pfere als Deckenmotiv und kleine Mädchen noch unzertrennlich waren. Sie liest, träumt und versucht sich ihr Leben so vorzustellen, als wäre sie ein siebzigjähriger Professor für Nanochemie, der in Rente geht. Sie lächelt, weil es mit ihrer Realität nichts zu tun hat. <span id="more-1816"></span><br />
Drei Stunden sind vergangen und sie steht auf. Jetzt zwanzig, noch keine Professorin für Nanochemie und kein Mann. Auf dem Nachhauseweg versucht sie jedem Kopfsteinpflasterstein einen Namen zu geben. Natürlich konzentriert sie sich dabei nur auf die, die sie nicht betritt, denn es sollte niemand auf etwas treten, dass einen Namen hat. Schon 217 Namen und plötzlich ein schwarzes Namensloch. Eugenie? Hatte sie schon. Shirin? Wer will denn bitte so heißen? Sie steht und überlegt und stellt sich auf das linke Bein, denn so denkt es sich immer besser.<br />
Er fährt mit dem Rad und versucht das Lied von vorhin in seiner Playlist wieder zu finden. Die Sonne blendet. War es das? Ja. Nein. Doch! Ha! Jetzt muss er den Player nur noch zurück in die Jackentasche stecken. Sehr riskant. Denn es geht bergab auf dem unebenen Kopfsteinpflaster.<br />
Sie ist immer noch nicht weiter im Namenfinden und denkt an alte Sci-Fi Serien in denen rothaarige Frauen vorkommen. Alles schon dagewesen.<br />
Er versucht aus dem neu gefundenen Lieblingslied den Bass herauszuhören, denn der Bass ist wie Pralinen. Es geht nie ohne und es ist immer irgendwie überraschend anders. „Ziemlich gut“, denkt er sich. Er denkt weiter und fährt an einem Mädchen vorbei, das auf ihrem linken Bein steht und ihre Finger zählt. „So sind die Mädchen nun mal“, denkt er sich und fährt weiter.<br />
Schade, dass hätte ein magischer Liebesmoment werden können. Er hätte unkonzentriert sein können, sie umfahren. Beide sehen sich lang und unheimlich intensiv in die Augen, ohne das einer zwinkern muss natürlich. Sie fragt nach seinem Namen und er antwortet etwas völlig banales oder einen unheimlich extravaganten Namen. Sie lacht und hat endlich den fehlenden Namen für ihren Kopfsteinpflasterstein gefunden. Er lächelt, weil ihn ihr Lächeln so verzaubert und beide laufen zur Wiese zurück, legen sich auf die Decke mit dem galoppierenden Pferden, die jetzt super zum galoppierenden Rhythmus ihres Herzschlages passt und reden, bis die Glühwürmchen zu sehen sind und beide feststellen, dass Bassspielen das Beste auf der Welt ist und beide sich an genau den richtigen Stellen unterscheiden, aber trotzdem eine Menge gleiches teilen, sich ergänzen, wiedersprechen und immer wieder zum Lächeln bringen. Sie fragt nach seiner Nummer, denn selbstbewusste Mädchen dürfen so etwas in romantischen Geschichten ruhig auch tun. Er sucht und findet einen Stift, dreht ihre Handfläche nach oben und malt ihr ein Herz darauf. Er sagt ihr, dass sie nicht mehr als sein Herz bräuche, um ihn wiederzufinden und dass er ihr auch nie etwas Wertvolleres geben könnte.<br />
Doch der Junge auf dem Rad findet das Mädchen nur etwas merkwürdig und nicht wirklich interessant, war auch nicht abgelenkt und sie war viel zu beschäftigt als das sie sich vor sein Rad geworfen hätte, um ihn auf sich aufmerksam zu machen.</p>
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		<title>Zeitverschwendung</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 16:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und  beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was sie wollen. Ich tue es ja auch, doch wenn ich ein Problem habe, es durchdenke, aber trotzdem alles schwierig und nervig bleibt, dann bekommen das nur sehr wenige mit. Ich glaube, dass es die wenigsten interessiert, oder sie mein Problem zu banal finden könnten beziehungsweise auch zu undurchsichtig. Jeder ist auf sich bedacht. Alle wollen berichten, erzählen, gefragt werden! Blöd nur, dass so niemand zum Zuhören und Fragen stellen bleibt, nicht einmal eine dumm grinsende Masse zum Applaudieren bleibt übrig. <span id="more-1789"></span></p>
<p>&#8220;Ich habe ja gestern&#8230;&#8221; &#8220;Ach da brauchst du mir nichts von erzählen, dass hab ich alles schon durch.&#8221;<br />
Man übertrumpft sich nur gegenseitig, keiner hört wirklich zu. Warum stellt man keine Fragen oder sagt: &#8220;Sowas gab es bei mir noch nie.&#8221;? Es wird immer nur Trumpf auf Trumpf gestapelt, nur um dem Anderen seine Gewöhnlichkeit vor Augen zu zerren. Man sollte aktiv zuhören, außer das Gegenüber erzählt wirklichen Dreck, den man selbst natürlich zehntausend Mal härter durchleben musste, um jetzt hier so zu stehen, na da kann man ja unmöglich nur zuhören. Da muss belehrt werden, quasi zum besseren Leben angeleitet werden. So ein Quatsch !!!</p>
<p>Vielleicht hat diese Betrachtung von Zwischenmenschlichkeit auch dazu geführt, dass ich nur noch mit wenigen über mich rede und den Rest einfach reden lasse. Ich empfinde diese Allerweltgespräche auch nicht als Bereicherung. &#8220;Oh was so los bei dir? Biste über Weihnachten wieder hier? Lass ma was machen zusamm ne. Also, wir sehen uns.&#8221; und im nächsten Jahr zur gleichen Zeit das gleiche Gespräch, weil man den Anderen einfach nicht sehen will. Man hat ja mit sich selbst schon genug zu tun, wozu noch den Seelenbalast von so &#8220;Halbbekannten&#8221; auf sich laden, die erleben ja nichts, sondern palavern immer nur über die Welt. </p>
<p>Das soll jetzt nicht heißen &#8220;Hört jedem zu!&#8221;, denn manche haben es einfach nicht verdient, aber geht offener durch die Welt und tauscht euch aus, anstatt nur stur Situationen nachzuerzälen, um Lacher zu ernten. Diskutiert oder versucht es zumindest, denn stur aneinander vorbei reden erhält weder die Freundschaft, noch irgendetwas anderes.</p>
<p>Vielleicht sollte ich mich öfter an diese Worte erinnern, anstatt mit Musik auf den Ohren stur in mein Buch zu starren und mich zu ärgern, weil mir niemand zuhört, mich fragt oder mir zumindest ab und zu spontan applaudiert.</p>
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		<title>&#8220;Tat´s weh?&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 17:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ironie]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich verstehe nicht, warum ich Situationen aushalten muss, in denen ich mich nicht wohlfühle, und ich verstehe auch nicht, warum ich mich auf eine Art und Weise verhalten muss, die mir nicht entspricht, nur weil sie von der Mehrheit der Menschen als angemessen angesehen wird. Wenn jemand &#8220;Aua!&#8221; plärrt, frage ich nie, ob es weh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe nicht, warum ich Situationen aushalten muss, in denen ich mich nicht wohlfühle, und ich verstehe auch nicht, warum ich mich auf eine Art und Weise verhalten muss, die mir nicht entspricht, nur weil sie von der Mehrheit der Menschen als angemessen angesehen wird.</p>
<p>Wenn jemand &#8220;Aua!&#8221; plärrt, frage ich nie, ob es weh tat, da ich das dem Geschrei ja schon entnehmen konnte, und wenn ich, beispielsweise auf einem Geburtstag, neue Leute kennenlerne, schaue ich ihnen beim ersten Händedruck fest und prüfend in die Augen. Ich verheimliche demonstrativ meinen Namen, nur, um sie sofort als unaufmerksam, langweilig und desinteressiert einzustufen. Eine völlig richtige Schlussfolgerung, denn bis jetzt hat niemand nachgefragt, wie ich heiße. Mir würde natürlich sofort auffallen, wenn jemand dieses Verhalten ebenfalls anwedet. Er oder sie würde in meiner Achtung um Punkte steigen, die nicht einmal alle Marienkäfer der Welt veranschaulichen könnten.</p>
<p>Ich weiß auch nicht, warum ich vermeintliche Nachbarn grüssen sollte, wenn ich nicht einmal weiß, ob wir in der gleichen Straße wohnen, geschweige denn im gleichen Haus. Ebenfalls empfinde ich Formulierungen wie &#8220;Echt?&#8221; oder &#8220;Wirklich?&#8221; als ledigliche Bestätigung meiner These der geistigen Umnachtung. Soll ich auf diese qualifizierte Nachfrage vielleicht das Gesagte komplett wiederholen oder erwartet mein Gegenüber, dass ich jetzt endlich zugebe, dass alles doch nur gelogen war?</p>
<p>Vielleicht sollte ich auch anbringen, dass mir Smalltalk so gar nicht liegt. Ich will reden und reden lassen und nicht das Gefühl von Speeddating haben. &#8220;Interessiert ihn das überhaupt?, Hört sie noch zu?, Bin ich zu langweilig?&#8221;, sind dann die Fragen die mich beschäftigen. Und um diesen Fragen aus dem Weg zu gehen, lasse ich die Gegenseite einfach plaudern und sammle weiter Eigenschaften, die ich unheimlich anstrengend und sooo angepasst finde. Glücklicherweise kennen meine Freunde schon meinen Namen und sind in der Lage Fragen zu formulieren, die nicht nur ein Wort beinhalten. Neue Leute kennenlernen wird sowieso überbewertet&#8230;</p>
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		<title>Selbstbetrug</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 12:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Loisa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Privat]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich war ich in der Schule sehr gut, habe aber oft nur das Nötigste erledigt. Meiner Meinung nach, kann ich nur etwas leisten, wenn ich mich selbst super finde und dafür brauche ich eben Zeit. Zeit, um mich super zu finden und Zeit auch mal nichts zu tun und sie mit Freunden aus dem Fenster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war ich in der Schule sehr gut, habe aber oft nur das Nötigste erledigt. Meiner Meinung nach, kann ich nur etwas leisten, wenn ich mich selbst super finde und dafür brauche ich eben Zeit. Zeit, um mich super zu finden und Zeit auch mal nichts zu tun und sie mit Freunden aus dem Fenster zu werfen als hätte ich Massen davon. <span id="more-1510"></span></p>
<p>Ich fand die Schule und das Lernen also nie wirklich wichtig und trotzdem habe ich das Ganze zufriedenstellend beendet. Doch auch wenn ich mal Etwas überdurchschnittlich gut absolviere, höre ich eine innere, sonst recht unpräsente Stimme, die mir zuflüstert: &#8220;Aber jemand war besser als du, hättest du doch nur mehr gelernt!&#8221;. Und auf einmal finde ich mich nicht mehr so super. Dann kommen mir Zweifel und ich überlege, ob ich die Sache mit dem Lernen doch ernster nehmen sollte.</p>
<p>Aber sobald die nächste Prüfung wartet, warte ich mit ihr. Solange, bis wir uns quasi schon Auge in Auge gegenüberstehen. Dann reiße panisch meine schlampig geführten Unterlagen nach oben und versuche gebetsmühlenartig noch irgendwelche Fakten in meinen Kopf zu bekommen. Wenn die Zeit aber nicht mehr ausreicht, denke ich: &#8220;Ach, die Prüfungen davor habe ich schließlich auch geschafft. Vielleicht habe ich sogar Talent hierfür und es wird das allerbeste Ergebnis, das überhaupt jemals erzielt wurde.&#8221; Genau mit dieser Gewissheit, dass ich ein in mir schlummerndes Talent besitze, welches nur auf diese Prüfung gewartet hat, um mich letztendlich mit seiner weichen Schnauze Richtung Nobelpreis zu schubsen, lege ich dann die Unterlagen beiseite und werfe meine Zeit ins Internet, das dadurch noch größer zu werden scheint.</p>
<p>Außerdem bin ich ja nicht nur unglaublich schlau, also auf Gebieten, die mir selbst noch nicht ganz bekannt sind, sondern habe noch viel mehr verborgene Talente, doch leider gehören Basketball, Tanzen, realistische Malerei und Graffiti bei weitem nicht dazu. Wenn ich mich allerdings solch einem neuen vermeintlichen Talent zuwende, dann mit einer Ernsthaftigkeit und Begeisterung, die selbst Profis in die Knie zwingt. Denn schließlich werde ich gleich merken, dass ich nichts anderes lieber mache und nichts Vergleichbares so eine Erfüllung für mich ist, wie diese Tätigkeit. Ich muss nicht weiter erwähnen, dass ich natürlich dazu geboren wurde. Meist verkleide ich mich entsprechend meiner neuen Passion und dann kann es los gehen!</p>
<p>Meistens passiert dann nicht viel, eigentlich ist bis jetzt noch nie etwas passiert. Vielleicht weil ich nur ein paar Stunden das mache, wovon ich glaubte, es unfassbar gut zu können. Es ist zu schwierig, zu mühsam und so gar nicht das, was ich mir darunter vorgestellt habe. Dann lege ich den Basketball und mein Basketballbandana, meine Streetdance-Sachen sowie meine Spraydosen wieder in den Schrank. Doch anstatt mich wirklich weiter damit zu beschäftigen und wenigstens kleine Talente auszubauen, rede ich mir ein, dass da draußen etwas ganz anderes auf mich wartet, etwas viel größeres und bedeutenderes als Basketball oder realistische Malerei und ich lächle.</p>
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