Zukunft

Xesier

- Wilhelm -

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Wenn der Saal mehr beschäftigt, als die Leinwand

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Wenn wir im Kino sind, tauchen wir ein in das Erlebnis. Medienwissenschaftler sprechen dabei gerne von dem Dispositiv des Kinos. Wichtigster Vertreter dieser Theorie ist Jean Louis Baudry. Ganz simpel bedeutet Dispositiv, dass der Zuschauer die Welt, die vor ihm projiziert wird, als Realität empfindet und den Kinosaal um sich herum vergisst. Nur du und der Film. Alles andere wird vom Zuschauer ausgeblendet. Doch klappt die Umsetzung dieser Theorie nicht immer. Selten ist man allein im Kino. Und nicht immer wollen alle anderen Zuschauer voll vom Film eingenommen werden. Wie unterschiedlich sich diese Tatsache auf das Filmerlebnis auswirken kann, davon möchte ich heute gern erzählen. Ich durfte jüngst mit unterschiedlichen Arten der Zuschauereinwirkung Bekanntschaft machen. (weiterlesen)

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Ein Abgrund

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Manche Filme scheinen keine Helden verdient zu haben. Dort werden den Zuschauern Figuren vorgestellt, wo man versuchen würde ihnen nicht in die Augen zu schauen, wenn sie den Bus betreten würden in den man schon sitzen würde. So eine Person ist auch Joseph, die Hauptfigur des englischen Films „Tyrannosaur.“ Joseph trinkt und prügelt sich durch sein Leben. Wir sehen dabei zu, wie er in einem Tobsuchtsanfall seinen treuen Hund tötet, wir müssen erleben wie er Hausverbot in Läden aufgrund seines ungehobelten Verhaltens bekommt und wir müssen ihn in die Augen schauen. Und das ist wahrscheinlich von all den Szenen das unangenehmste. Wenn die Kamera in einem Close up über Josephs Gesicht mit all seinen Falten fährt und auf seinen blauen Augen haftet, dann erkennt man in seinem Blick den Abgrund in dem er sich befindet. Dort ist so viel Wut, soviel Angst und Verzweiflung.

Und dann stößt Joseph auf Hannah. Und ich hoffe und fürchte gleichzeitig, dass sie seine Rettung sein wird. Hoffe, weil ich mir das Leben von Joseph so wie es ist nicht mehr antun kann. Fürchte, weil es mir zu mustergültig für diese düstere Atmosphäre wäre. Die gutmütige Christin, die den zornigen Mann errettet und auftaut. Harte Schale, weicher Kern. Bitte hier nicht. Und so kommt es auch nicht. Am Anfang zerstören sich beide ihre erbauten Welten. Joseph hat verlernt mit Menschen umzugehen, die ihm einfach nur helfen wollen. Und Hannah ist erschüttert von den Zynismus, den ein Mensch in sich tragen kann.

Ich hoffe meine Heldin in Hannah zu finden. Und werde enttäuscht. Was Hannah daheim bei ihrem Mann erlebt, lässt in mir den Wunsch aufkommen zurückzukehren zu Joseph und seinen Prügeleien. Hannahs Mann, James, zerstört sie. Physisch wie psychisch. Und ich wünsche mir plötzlich ein Klischee herbei. Ich will das Joseph bei Hannah zuhause auftaucht. Ich will, dass er diesem Arschloch James die Fresse poliert. Ich will ihn bluten sehen. Und ich merke, ich bin nun doch in das Loch, wo Joseph schon sitzt, hineingestürzt.

„Tyrannosaur“ tut weh. Selbst der Film kann meist nicht anders, als vor Schlägen zusammen zu zucken und die Szene zu wechseln, bevor man den Aufprall der Faust erleben muss. Und trotz all dieser Gewalt, dieser Aussichtslosigkeit versuchen sich Joseph und Hannah am Ende an einem Lächeln. Doch in ihren Augen kann man noch sehen, dass sie in ihren Löchern festsitzen. Vielleicht haben sie sich einfach damit abgefunden. Und ich kann nicht mehr als herabzublicken und mich zu fürchten, vor der Tiefe dieser Abgründe.

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Niemanden auf die Füße treten

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Nennt mich den Kobold von Xesier. Ich komm hier an wann ich will, halte mich an keine Abgabelisten und tu was mir gefällt. Ich belege derzeit das Studienmodul “Filmkritik,” wo natürlich auch so manche Filmkritik entsteht. Und wenn mir mal mein Schreibkram dann doch mal gefällt und sogar bei der Auswertung gut wegkommt, werde ich die oder beim Vierfachantrieb veröffentlichen. Was wo und wann entscheide ich dann nach Laune. Und nun viel Spass

Es ist ein Tanz, den sie aufführen. Wenn sich die Umlaufbahn des Planeten Melancholia mit der der Erde kreuzt, dann erinnert das an Walzer, dieses ständige Umkreisen. Wie es scheint, führt dabei Melancholia diesen Tanz an. Am Ende treffen die Partner in einer Kollision aufeinander und die Erde wird darin untergehen, höchstwahrscheinlich auch Melancholia. Das große Finale von Lars von Triers neustem Film „Melancholia“ erinnert mich aber nicht nur an mein eigenes Tanzverhalten während meines Abiballs, wo ungewollte Kollisionen mit den Füßen der Tanzpartnerinnen an der Tagesordnung standen. Dieses Weltuntergangsszenario spiegelt auch den inneren Konflikt wieder, den ich mit meiner Meinung zu „Melancholia“ habe. (weiterlesen)

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Ist da wer?

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Hallo. Zur Zeit erinnert mich Xesier ein bisschen an diese riesigen verlassenen Städte in China. Sieht an sich echt schick aus, bloss leider ist hier alles wie ausgestorben. Henry wird mich sicherlich berichtigen und sagen, dass es ja gerade umbaumäßig unter der Oberfläche brodelt und nach den Umstrukturierungen Xesier in einen neuen und noch heller strahlenden Licht erstrahlen wird. Alle Jahre wieder…

Aber was reg ich mich eigentlich auf. Ich hab willentlich meinen Blog allein und leer zurückgelassen. Und jetzt begeh ich eigentlich Verrat. Ich mache bei einem anderen Blog weiter, oder wie ich es auch gern nenne, ich mach “den Martin.”
Die Sache ist nicht ganz so spontan wie es vielleicht scheint. Schon im Februar erzählte mir Hannes von einem Projekt, dass er, Axel und Patrick erdenken würden. Schon damals merkte ich, dass meine Liebe zum Kessel nachliess und daher schloss ich die Sache nicht aus. Und heute benutze ich Xesier um euch kurz dazu einzuladen. Ich lade euch ein zum “Vierfachantrieb”.

Ein Gemeinschaftsblog. Mit Leuten, die ursprünglich aus der Lausitz stammen. Ein Schelm, der uns Plagiatvorwürfe macht. Ich bin ehrlich. Ich weiß nicht, wie lange wir, oder besser gesagt ich, dass machen werde/n. Gerade hab ich Lust, gerade find ich des ne tolle Idee. Selbst wenn einer von uns gerade keine Schreiblust hat, gibt es immer noch 3 andere Autoren, die den Blog betreiben. So die Idee. Wo es hinführen kann, erlebt man hier alle Jahre wieder. Eine weitere Reißleine ist das Einladen von Gastautoren. Ich persönlich find es derbe interessant, von Leuten Artikel zu Lesen, die Blogs sonst nicht kennen, und auch sonst selten ihre Gedanken schriftlich festhalten. Ich bin gespannt, in wie weit diese “offener Blog” Idee weitergeht. Ich bin gespannt.

Xesier ist oft der Schadenfreude ausgesetzt. Und ich könnte hier weiter drauf eintreten. Aber das will ich nicht. Ich wünsch mir wirklich, das Xesier mal so erblüht wie es eigentlich könnte. Vielleicht hatte es schon seine Blütezeit und ich habs nur verpasst. Kann alles sein.

Und wenn ihr eigentlich kein Bock auf neue Gemeinschaftsblogs aus der Lausitz habt, dann ist das auch okay. Es ist nur eine Einladung. Und damit ihr noch trotzdem gute Laune habt:

(der eine Typ hat mal ein wirklich cooles Tattoo!)

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