Was ist Raum und was ist Zeit? Ich bin im Zentrum und alles Andere um mich herum verschwimmt im warmen Licht der Belanglosigkeit. Ich sehe die Silhouette eines kargen Baumes langsam an mir vorbeiziehen. In meinem Mund breitet sich der Geschmack warmen Blutes aus und der Dunst der Vergänglichkeit steigt mir in die Nase. Das schwarze Krächzen in meinem Ohr übertönt die erdrückende Leere, die sich langsam in meinem Inneren ausbreitet. Es fühlt sich so an, als wenn mir langsam die Farbe aus meinen Leben gesaugt wird. Es wird immer blasser und verschwommener. Alle meine erlangten Erfahrungen und Erkenntnisse haben nun keine Gewichtung mehr. Als Kind hatte ich Träume und Wünsche, ich wollte doch noch so viel lernen und erleben, doch wo ist das alles jetzt. Habe ich mich auf dem Weg meines Lebens selbst verloren?
Warum war ich auf der Welt, wenn ich nun doch gehen muss? Es hat mich Niemand gefragt, ob ich das alles möchte. Ich konnte es mir nicht aussuchen, ich war einfach da und nur weil sich zwei Menschen dafür entschieden haben Nachwuchs zu bekommen. Nun kommt der Tod mit einer plötzlichen Endgültigkeit auf mich zu und ich werde langsam müde. Warum steht man am Ende immer alleine da? Doch so alleine bin ich dann doch nicht in Anbetracht der Tatsache, dass mit mir gerade Menschen sterben. Irgendwie komisch, dass sich auch ohne mich Alles weiter drehen wird. Hatte ich eigentlich ein schönes Leben, hätte ich mehr machen sollen? Sind das überhaupt Fragen die ich mir jetzt stellen sollte, aber wenn nicht jetzt, wann dann? Bin ich eigentlich noch der Mensch der ich gestern war, oder habe ich mich durch die Tatsache, dass ich gleich sterben werde verändert? Soll ich positiv oder negativ auf mein Leben zurückblicken und was zeichnete mich als Person eigentlich aus? Ich habe darauf traurigerweise keine Antworten, aber dennoch glaube ich es ist alles gut, denn es ist ja gleich vorbei. Irgendwie sehe ich mein Leben nicht an mir vorbeiziehen. Mir hat mal jemand gesagt, dass man Musik hört wenn es soweit ist. Doch hier ist nur absolute Stille. Kalte Stille.
Durch die Enthüllungen der vergangenen Wochen zum Thema “Rechtsterrorismus” sind auch die sogenannten Verbindungsleute wieder mal in den öffentlichen Fokus geraten. Die Debatte ging dabei eigentlich hauptsächlich darum, dass man die V-Leute in der rechten Szene auflösen soll, da sie aus vielerlei Hinsicht nicht vertrauenswürdig zu sein scheinen oder zumindest im aktuellen Fall nur wertlose Informationen lieferten. Ich selber bin durch diese Diskussion eigentlich das erste Mal richtig auf die Verbindungspersonen in Deutschland aufmerksam geworden und im Grunde gestaltete sich die Auseinandersetzung mit so einem Geheimdienstinstrument etwas schwierig für mich. (weiterlesen)
Hannes’ Filmempfehlung lässt mich seit einiger Zeit über die Entwicklung des Internets im sozialen Alltag nachdenken. Es geht dabei um einen fünfzehnjährigen Jungen, der sich beim Masturbieren filmt und dessen Leben ruiniert wird, nachdem die Aufnahme durch Unglück und Schikane im Internet landet. Ich war paralysiert. Der Film zeigte mir das absolute Extrem. – Doch ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass wir lernen müssen, mit solchen Veröffentlichungen umzugehen. So schwer es uns auch fallen mag. Das Internet ist einfach zu wichtig. Und ansonsten verspielen wir möglicherweise die große Chance, die es uns bietet. (weiterlesen)
Nennt mich den Kobold von Xesier. Ich komm hier an wann ich will, halte mich an keine Abgabelisten und tu was mir gefällt. Ich belege derzeit das Studienmodul “Filmkritik,” wo natürlich auch so manche Filmkritik entsteht. Und wenn mir mal mein Schreibkram dann doch mal gefällt und sogar bei der Auswertung gut wegkommt, werde ich die oder beim Vierfachantrieb veröffentlichen. Was wo und wann entscheide ich dann nach Laune. Und nun viel Spass
Es ist ein Tanz, den sie aufführen. Wenn sich die Umlaufbahn des Planeten Melancholia mit der der Erde kreuzt, dann erinnert das an Walzer, dieses ständige Umkreisen. Wie es scheint, führt dabei Melancholia diesen Tanz an. Am Ende treffen die Partner in einer Kollision aufeinander und die Erde wird darin untergehen, höchstwahrscheinlich auch Melancholia. Das große Finale von Lars von Triers neustem Film „Melancholia“ erinnert mich aber nicht nur an mein eigenes Tanzverhalten während meines Abiballs, wo ungewollte Kollisionen mit den Füßen der Tanzpartnerinnen an der Tagesordnung standen. Dieses Weltuntergangsszenario spiegelt auch den inneren Konflikt wieder, den ich mit meiner Meinung zu „Melancholia“ habe. (weiterlesen)