Zukunft

Xesier

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Was macht ihr so nach dem Weltuntergang?

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Der Weltuntergang wurde schon tausende Male angekündigt. Mal wahrscheinlicher in Form von Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion während des kalten Krieges, mal unwahrscheinlicher in den Ansprachen religiöser Fanatiker. Doch egal wie viele Termine wir auch überschreiten, bisher ist die Apokalypse noch nicht eingetreten. Zum Glück.

Ja, Glück ist das entscheidende Wort. Denn auch wenn es langsam nervig wird, dass die Welt immer wieder kurz vor ihrem Ende zu stehen scheint – ja, immer fünf vor zwölf – so sollte man dennoch nicht vernachlässigen, dass es einen Haufen ungelöster Probleme auf ihr gibt. Da erscheint es gar nicht so unglaubwürdig, dass sich einmal eines dieser unzähligen Zahnräder löst und die Maschine zum Einsturz bringen könnte.

Doch welches Problem wird dafür verantwortlich sein? Und wie werden wir als Menschheit damit umgehen? Diese Fragen beschäftigen mich schon seit einiger Zeit, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass unsere Gesellschaft nach einer richtigen Katastrophe noch viel Bestand haben wird. Doch welches System hätte das schon? Von was für einer Größenordnung sprechen wir hier überhaupt? Und allgemein: Was macht ihr so nach dem Weltuntergang? (weiterlesen)

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Ich stell nur Fragen…

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Ich bin leicht verwirrt, denn ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich auf mich hören sollte. Ich kann mir selbst keinen Glauben mehr schenken, da ich nicht weiß, was ich möchte. Doch selbst, wenn ich das Wissen besitzen würde, wäre immer noch nicht geklärt, auf was in mir ich hören sollte. Auf meinen Verstand oder auf meine Gefühle und Emotionen? Was hat mehr Bedeutung? Muss ich das für mich selbst herausfinden oder ist es von Situation zu Situation unterschiedlich? (weiterlesen)

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Verstehst du?

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Immer, wenn ich mich mit anderen Menschen etwas tiefgreifender unterhalte, kommt es oft dazu, dass ich ein bestimmtes Gefühl oder einen Sachverhalt dem anderen Menschen nicht übermitteln kann. Zwar bekommt er ein Bild davon, was ich meine, aber das Gesamtbild ist bei ihm im Kopf ein anderes, als in meinem. Es sind meist Nuancen, die zwar das Gefühl nur minimal beeinflussen, das Gesamtbild aber grundlegend verändern. Und eben dieses Gesamtbild, basierend auf den kleinen Details, kann ich dem anderen Menschen nicht klarmachen. (weiterlesen)

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“Tat´s weh?”

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Ich verstehe nicht, warum ich Situationen aushalten muss, in denen ich mich nicht wohlfühle, und ich verstehe auch nicht, warum ich mich auf eine Art und Weise verhalten muss, die mir nicht entspricht, nur weil sie von der Mehrheit der Menschen als angemessen angesehen wird.

Wenn jemand “Aua!” plärrt, frage ich nie, ob es weh tat, da ich das dem Geschrei ja schon entnehmen konnte, und wenn ich, beispielsweise auf einem Geburtstag, neue Leute kennenlerne, schaue ich ihnen beim ersten Händedruck fest und prüfend in die Augen. Ich verheimliche demonstrativ meinen Namen, nur, um sie sofort als unaufmerksam, langweilig und desinteressiert einzustufen. Eine völlig richtige Schlussfolgerung, denn bis jetzt hat niemand nachgefragt, wie ich heiße. Mir würde natürlich sofort auffallen, wenn jemand dieses Verhalten ebenfalls anwedet. Er oder sie würde in meiner Achtung um Punkte steigen, die nicht einmal alle Marienkäfer der Welt veranschaulichen könnten.

Ich weiß auch nicht, warum ich vermeintliche Nachbarn grüssen sollte, wenn ich nicht einmal weiß, ob wir in der gleichen Straße wohnen, geschweige denn im gleichen Haus. Ebenfalls empfinde ich Formulierungen wie “Echt?” oder “Wirklich?” als ledigliche Bestätigung meiner These der geistigen Umnachtung. Soll ich auf diese qualifizierte Nachfrage vielleicht das Gesagte komplett wiederholen oder erwartet mein Gegenüber, dass ich jetzt endlich zugebe, dass alles doch nur gelogen war?

Vielleicht sollte ich auch anbringen, dass mir Smalltalk so gar nicht liegt. Ich will reden und reden lassen und nicht das Gefühl von Speeddating haben. “Interessiert ihn das überhaupt?, Hört sie noch zu?, Bin ich zu langweilig?”, sind dann die Fragen die mich beschäftigen. Und um diesen Fragen aus dem Weg zu gehen, lasse ich die Gegenseite einfach plaudern und sammle weiter Eigenschaften, die ich unheimlich anstrengend und sooo angepasst finde. Glücklicherweise kennen meine Freunde schon meinen Namen und sind in der Lage Fragen zu formulieren, die nicht nur ein Wort beinhalten. Neue Leute kennenlernen wird sowieso überbewertet…

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