Wie ich bereits angekündigt hatte, habe ich mir nun den ersten Spielfilm von Erik Schiesko angeschaut und trotz meiner anfänglichen Bedenken gegenüber der Geschichte, muss ich sagen, dass er mir doch sehr gut gefallen hat. Er hat natürlich hier und da seine Schwächen, die für mich in der Darstellung jugendlicher Gepflogenheiten fast unerträglich wurden, aber das macht den Film nicht unschaubar. Das Tempo ist hervorragend, und auch wenn ich die Einteilung in vier Akte mehr als merkwürdig empfinde, so muss ich dennoch zugeben, dass der Film toll ist. (weiterlesen)
Bevor ich mich bei meinem zweiten beruflichen Besuch in Leipzig auf den Weg zur Ausbildungsstelle machte, verbrachte ich einen Teil meiner Zeit im Saturn beim Hauptbahnhof. Ich hatte noch gut drei Stunden und mehr als eine würde ich sowieso nicht unterwegs sein. So entschloss ich mich mal wieder dazu, mir die neusten DVDs anzuschauen. Ich stöberte also durch die Regale in der Hoffnung etwas Interessantes zu finden, und zufälligerweise trieb mich das in die Richtung der Arthaus-Filme und -Filmkollektionen. Genauer gesagt stieß ich auf das Arthaus-Close-Up von Bernardo Bertolucci, über den ich nur wenige Stunden zuvor in einem kleinen Filmlexikon gelesen hatte. Das interessierte mich. Die Kollektion enthält “Der letzte Kaiser”, “Himmel über der Wüste” und “Little Buddha”, die im Zeitraum zwischen 1987 und 1993 entstanden sind und damit zu seinen späteren, aber auch zu seinen beeindruckenderen Werken zählen. Sie handeln dabei hauptsächlich von anderen Kulturen (China, Afrika, Indien), da sich Bertolucci enttäuscht über die politischen Entscheidungen Anfang der 1980er von Italien abwendete. (weiterlesen)
Auch wenn Ben Stiller hauptsächlich für seine Komödien à la “Zoolander”, “Dogdgeball” oder “Meine Braut, ihr Vater und ich” bekannt ist, so darf man nicht vergessen, dass er als dramatischer Schauspieler ebenfalls eine äußerst akzeptable Leistung abliefern kann. Greenberg ist da ein Paradebeispiel. Der Film erzählt eine äußerst traurige Dreiecksbeziehung, in deren Zentrum die von Stiller gespielte neurotische Figur des Roger Greenberg steht, der für ein paar Wochen das Haus seines Bruders in Hollywood hüten soll. Es ist ein furchtbarer, aber kein schlechter Film. Ben Stiller spielt großartig. Die Handlung entwickelt sich wunderbar. Ich fühle mit. Doch der Film lässt mich leer zurück. (weiterlesen)
Ich mache es kurz. Rammbock ist der wahrscheinlich beste deutsche Zombie-Film, den es gibt. Der Film schafft es unglaublich gut die großen amerikanischen Vorbilder auf die morbide deutsche Architektur zu übertragen und dabei immer authentisch zu bleiben. Auch wenn ich zunächst noch skeptisch gewesen bin, ob das wirklich funktionieren könnte, kann ich jetzt ganz frei heraus sagen: Es funktioniert! Danke, Wilhelm, ohne dich wäre mir diese Perle wirklich entgangen.