Ich habe vor ein paar Monaten eine Veränderung an mir festgestellt. Mir ist aufgefallen, dass ich nicht mehr versuche anderen Menschen meine Gefühlswelt aufzudrängen. Zwar rede ich noch, höre nun aber viel mehr zu. Nicke ab und beschäftige mich einfach wieder mit der Tätigkeit, bei welcher ich zuvor unterbrochen wurde. Sollen doch alle machen, was sie wollen. Ich tue es ja auch, doch wenn ich ein Problem habe, es durchdenke, aber trotzdem alles schwierig und nervig bleibt, dann bekommen das nur sehr wenige mit. Ich glaube, dass es die wenigsten interessiert, oder sie mein Problem zu banal finden könnten beziehungsweise auch zu undurchsichtig. Jeder ist auf sich bedacht. Alle wollen berichten, erzählen, gefragt werden! Blöd nur, dass so niemand zum Zuhören und Fragen stellen bleibt, nicht einmal eine dumm grinsende Masse zum Applaudieren bleibt übrig. (weiterlesen)
Ich bin leicht verwirrt, denn ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich auf mich hören sollte. Ich kann mir selbst keinen Glauben mehr schenken, da ich nicht weiß, was ich möchte. Doch selbst, wenn ich das Wissen besitzen würde, wäre immer noch nicht geklärt, auf was in mir ich hören sollte. Auf meinen Verstand oder auf meine Gefühle und Emotionen? Was hat mehr Bedeutung? Muss ich das für mich selbst herausfinden oder ist es von Situation zu Situation unterschiedlich? (weiterlesen)
Es gibt keine Originale. Das ist einer der wichtigsten Grundsätze, die ich als Kunstschaffender gelernt habe. Alles, was man aufnimmt, was man fotografiert, was man filmt, was man schreibt oder selbst was man spricht, wurde schon einmal getan. Vielleicht nicht genau auf dieselbe Art und Weise, aber trotzdem nur geringfügig anders. Das ist eine wichtige Erkenntnis, denn wenn man sich von dem Gedanken befreit, dass man unbedingt etwas Besonderes und Einzigartiges erschaffen möchte, dann wird man vom hochtrabenden Künstler wieder zu einem normalen Menschen. Man kann nichts wirklich erschaffen, man kann es arrangieren, man kann die Wirklichkeit so wie sie ist, einfangen und anderen präsentieren. Man wird dadurch aber niemals zu einem Schöpfer, sondern maximal zu einem Entdecker, der andere an seiner Entdeckung teilhaben lässt. (weiterlesen)