
Frieren – Nach dem Ende der Reise ist ein Manga und ein Anime von Kanehito Yamada und Tsukasa Abe. In der Serie geht es um die Frage, wie man mit seiner Lebenszeit umgehen sollte. In der Serie macht sich die langlebige Elfin Frieren mit ihren zwei Gefährten Fern und Stark auf die Reise, ihre früheren Erfahrungen mit ihrer vorherigen Heldengruppe wiederzuerleben und diese mehr wertzuschätzen.
Der Anime ist eine meiner Lieblingsserien, weil er es schafft, mit unvergleichlicher Ruhe von einer Welt zu erzählen, in der es darum geht, die kleinen Momente anzuerkennen. So wie Frieren jeden Zauber liebt, der Freude bereiten kann, so soll jeder Zuschauer anfangen, die Elemente in seinem Leben wertzuschätzen, die ihm wiederum Freude bereiten.
In der Serie wurde der Anführer der Dämonen, der Dämonenkönig, von Frieren und ihren Gefährten vor 80 Jahren besiegt, aber dennoch gibt es in dieser Welt immer noch Konflikte zwischen den Menschen und Dämonen. Und diese Dämonen sind eine merkwürdig-besondere Art von Gegenspieler. Sie sind eine Rasse von Monstern, die sich von Menschen ernährt. Sie haben ein menschliches Aussehen entwickelt und imitieren die Gefühle von Menschen, um sich ihr Mitgefühl zu erschleichen, bevor sie sie hinterhältig umbringen.
Die Dämonen verhalten sich nicht wie klassische Bösewichte, sondern wie ein hungriges Rudel Wölfe, das sich so lange verstellt, bis es die anvisierte Beute umgebracht hat. Für mich sind die Dämonen so interessant, weil sie Menschen das Gefühl geben, dass sie sie verstehen. Sie flehen um ihr Leben, lügen, dass sie Kinder haben, tun so, als ob sie Verträge mit einem schließen und greifen sofort an, wenn man ihnen anschließend den Rücken zuwendet. Dieses ruhige Vorspielen, um andere in die Falle zu locken, ist unglaublich bedrückend, aber auch interessant, weil man nie weiß, wie weit Dämonen gehen würden, um ihre Beute zu erlegen.
Anstatt das Ziel eines Gegners in einer Geschichte zu verstehen, handelt es sich bei den Dämonen um Bestien, deren einziges Ziel darin besteht, Menschen umzubringen, deren Mittel aber so betrügerisch sind, dass man nicht versteht, was sie dafür genau tun würden. Das macht ihre Handlungen interessant, weil man sich immer wieder dabei erwischt, wie man versucht, sie zu vermenschlichen.
Gleichzeitig hat mich diese Vermenschlichung sehr an Künstliche Intelligenz erinnert. Menschen nehmen an, dass dieselben Gedanken und Gefühle auch andere Lebewesen leiten. In der Serie und irgendwann wahrscheinlich auch in der realen Welt wird ihnen das aber zum Verhängnis. Ich finde es deshalb wichtig, über Bösewichte zu schreiben, weil es uns ermöglicht, verschiedene Perspektiven über das Verhalten von Menschen zu sammeln. Die Analyse von Bösewichten trägt demnach dazu bei, ein besseres Zusammenleben zu ermöglichen.









