Ich kann seit Jahren nicht mehr weinen. Es ist nicht so, dass ich keine Situationen durchleben würde, wo es angebracht wäre, ich kann einfach nicht.
Derek ist eine großartige Serie. Sie ist kurz, sie ist nicht kompliziert und sie ist unglaublich warmherzig. Ich kenne nicht viel von Ricky Gervais und bin auch kein großer Fan, aber was er hier geschaffen hat, lege ich jedem, wirklich jedem ans Herz.
Und wenn ihr wirklich kein Bock, oder keine Zeit dafür habt, dann schaut euch wenigstens diesen einen Ausschnitt an.
Keine Ahnung ob ich euch hier Spoiler, aber diese Sätze von Kev, die hab ich die letzten 2 Tage immer wieder angeschaut. Weil es zu dem passt, wo ich gerade stehe, weil sie so wahr sind. Und weil sie die großartigste Botschaft in sich tragen, die ich in letzer Zeit erleben durfte. Ich hätte so gern dazu geweint. Ich konnte nicht.
“The only Shortcut is good, the only shortcut that works. And it´s kindness.”
Gibt es eine gute Zeit um mit einem Online-Spiel anzufangen? So eins mit Leistungskurve, dass viel Zeit und Mühe benötigt, um wenigstens das Gefühl zu erlangen man würde die Grundlagen beherrschen? Ich spiele nun Dota 2. (weiterlesen)
Die erschöpften Augen des Mannes suchen fast schon verzweifelt nach den zwei Bäumen, die wie ein V geformt sind, denn nur dort ist eine Übertragung möglich. Jedenfalls war das früher in seiner Kindheit so. Eigentlich dachte er immer, dass ihm noch mehr Zeit zur Verfügung steht. Doch man kann es sich nicht aussuchen und die Stimmen, die sich immer hinter dem Rauschen des Windes versteckten, wurden allmählich lauter, und das anfängliche Flüstern von damals ist nun eine kräftige Stimme geworden, die jetzt nach ihm verlangt. Das vibrierende Amulett in seiner Jackentasche signalisierte ihm, dass der Ort ganz in der Nähe sein muss. Doch die Schneeflocken fangen im Wind langsam wieder an zu tanzen, sodass kaum noch etwas zu sehen ist. Sein Blick wandert und versucht den Tanz der dicken Schneeflocken auszuweichen. Plötzlich zwingt ihn eine Stimme, seine Konzentration zu unterbrechen. “Opa? Stimmt es, dass jede Schneeflocke einzigartig ist?”. Richtig, er hat ja Lukas extra mitgenommen, um ihn die Magie der Sterne zu zeigen. “Ja das stimmt. Jede Schneeflocke ist so einzigartig wie jeder einzelne Mensch einzigartig ist und so wie die Schneeflocken danach streben auf den Boden zu fallen, streben Menschen danach glücklich zu sein.”. Das nachdenkliche Gesicht des kleinen Jungen bringt das Lachen auf das Gesicht des Mannes zurück. “Was überlegst du gerade?”. “Naja es landen ja nicht alle Schneeflocken auf den Boden, heißt das, dass auch nicht alle Menschen glücklich werden?”. “Mhh, da ist was dran. Das Problem ist, dass die Menschen genauso wie die Schneeflocken nur bedingt beeinflussen können, wo sie landen. Die Frage dabei ist, was jeder einzelne eigentlich möchte.” Das Gesicht von Lukas fängt an zu strahlen. “Und Opa, was möchtest du?”. “Ich?” Ein herzhaftes Lachen erhellt den Wald. “Ich möchte dir etwas zeigen.” Das Licht des Mondes strahlt so hell, als wollte die runde, löchrige Kugel mal wieder damit angeben. “Und… wann kann ich es sehen?”. Die Hand des Großvaters deutet in Richtung des rötlichen Mondes. “Die Sterne will ich dir zeigen, die kannst du jederzeit sehen.”. Lukas runzelt die Stirn. Er war es ja gewohnt, dass sein Opa verrückte Sachen sagt, aber das mit den Sternen kann Lukas nicht so ganz nachvollziehen. Der Tanz zwischen Schnee und Wind wird langsam ruhiger und am Horizont, etwas östlich von ihnen auf einen kleinen Hügel, schimmert die Silhouette der beiden Bäume durch den trudelnden Schnee. “Lukas, es wird Zeit das wir endlich ankommen.” (weiterlesen)
Wie schnell man sich doch wieder sieht. Nur dieses Mal war es keine Erinnerung im Handy, kein Gedanke, der mich herzog. Es war nicht meine Entscheidung herzukommen. Und ich bin auch nicht euretwegen hier. Denn wir haben jemanden mitgebracht. Ich weiß, ihr werdet sie freundlich bei euch aufnehmen.
Heute nehmen wir den Vordereingang. Ein ähnliches Tor. Derselbe knirschende Weg. Dasselbe Grün. Dasselbe strahlende Wetter. Man wartet auf uns. Es sind nicht viele, aber das ist vollkommen in Ordnung.
„Es ist wie mit dem Meer und dem Himmel: Am Horizont scheinen sie zu verschmelzen und sind doch soweit voneinander entfernt.“ Es sind wunderschöne Worte. Passende Worte. Wir gehen los. Schweren Schrittes. An euch vorbei. Ihr habt Blumen. Es war Feiertag, das haben viele genutzt, um zu schmücken. Wir gehen noch ein Stückchen weiter. Rosenblätter fallen. Hände werden gedrückt. Es wird sich umarmt.
Es sind alle gekommen, doch nicht alle werden wieder gehen. Ich hoffe, euch geht es hier besser. Ich liebe euch, alle drei!